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Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 03:25 Uhr

Einblicke in den chinesischen Alltag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Zwölf Schüler und zwei Lehrer der Malenter Schule an den Auewiesen besuchten die Partnerschule „Meilong Middle School“

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 12:59 Uhr

Chinesisches Alltagsleben haben zwölf Schülerinnen und Schüler der „Schule an den Auewiesen“ aus Malente erlebt. Für 14 Tage flogen die Schüler mit den Lehrkräften Andrea Dietz und Karsten Fritz nach Shanghai, um die Partnerschule „Meilong Middle School“ zu besuchen. Die chinesischen Schüler waren im vergangenen Sommer bereits in Malente, nun erfolgte der Gegenbesuch.

Die Reise startete in Peking mit einem Besuch der verbotenen Stadt, des Himmelstempels und eines besonders gut erhaltenen Abschnittes der Großen Mauer. Hier ließ sich die beeindruckende Größe des Gesamtbauwerkes erahnen, da man bereits für wenige hundert Meter eine halbe Stunde für den Aufstieg benötigte, was auch an dem warmen Wetter gelegen haben könnte.

Nach drei Tagen führte dann eine Rundreise mit Bus und Bahn an besonders sehenswerte touristische Ziele wie Wuxi, Suzhou und Hangzhou im Osten Chinas. Besonders eindrucksvoll dort waren die Gärten. Sie waren willkommen zum Entspannen nach den Reisestrapazen. Zum Programm gehörte auch der Besuch einer Perlenfarm, einer Seidenfabrik sowie einer Tee-Plantage, in der gerade die erste Ernte begann. Eine besondere Attraktion war die europäische Reisegruppe allemal, so dass die Gruppe oft warten musste, bis die Chinesen ihre Erinnerungsfotos gemacht hatten.

Endpunkt war dann Shanghai, wo die Deutschen in Gastfamilien untergebracht waren. Während des siebentägigen Aufenthalts in Shanghai lernten die Schüler sowohl den Alltag in den Familien, als auch das Schulleben und die touristischen Sehenswürdigkeiten Shanghais kennen. Die Verständigung fand überwiegend in englischer Sprache statt. In der Schule hatten die Schüler Unterricht und Vorführungen in Kalligrafie, chinesischer Musik, traditioneller Handwerkskunst, Kung-Fu und Geschichte.

Als ungewohnt erwies sich das Essen, da es viel Fisch und Meeresfrüchte gab und das Fleisch teilweise mit Knochen und Fett serviert wurde. Auch die verschiedenen Gemüsesorten waren teils unbekannt. Das Essen mit Stäbchen hatten die deutschen Kinder bereits im Vorbereitungskursus zu Hause erlernt, so dass niemand eine Gabel benötigte. Diese Geste wurde von den Gastgebern sehr freundlich aufgenommen.

Vermisst wurde allerdings die gute norddeutsche Luft, denn die Smogbelastung war ungewohnt und ein Kratzen im Hals stellte sich bereits beim Verlassen des Hauses ein. Die Chinesen erwiesen sich als sehr freundliche und großzügige Gastgeber, äußerst weltoffen und interessiert an Neuem. Eine Aufbruchsstimmung war besonders in Shanghai spürbar. Die pulsierende Stadt mit derzeit 30 Millionen Einwohnern hat alle uns bekannten westlichen Geschäfte in ihren Einkaufspassagen zu bieten, auf den Straßen fahren überwiegend europäische Autos, viele namhafte Firmen haben Handelsniederlassungen. Hochhausneubauten von atemberaubender Architektur schießen wie Pilze aus dem Boden. Einen traditionellen Gegensatz dazu bilden Baugerüste aus Bambus und die wenigen alten Einwohner, die in den Morgenstunden in kleinen Parks ihre Tai-Chi-Übungen absolvieren.

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