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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 09:44 Uhr

Ein Zeichen der Hoffnung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 24.Dez.2015 | 00:32 Uhr

In diesen Wochen gibt es in den Blumenläden Christrosen zu kaufen und sie werden am heutigen Abend vielfach verschenkt. Ich bewundere diese kleine unscheinbare Pflanze, die es schafft, mitten im Winter Blüten zu treiben. Erstaunlich, wie sie sich gegen das Dunkel und die Kälte durchsetzt und Blätter, Stängel und Blüten treibt.

Sie ist für mich ein Zeichen der Hoffnung. Der Winter wird irgendwann wieder ein Ende haben. Schnee und Eis werden sich zurückziehen. Die Sonne, die jetzt und in den kommenden Monaten oft verhangen ist, wird wieder durchkommen und Leben in unsere Gesichter zeichnen.

In der Kälte unserer Welt brauchen wir Zeichen der Hoffnung. Täglich erfahren wir, wie Menschen sich gegenseitig bekämpfen. Wie Kinder unter Kriegen leiden. Wie Mütter und Väter ohne Zuflucht sind. Täglich sind wir selbst der Kälte unserer Welt ausgesetzt, wenn wir nach den Feiertagen am Arbeitsplatz und in der Schule gemobbt werden, wenn nur die Leistung zählt, wenn Menschen sich von uns abwenden, wenn kein Raum für Liebe bleibt.

Manchmal wünsche ich mir, dass gegen die Kälte unserer Welt ein Kraut gewachsen wäre. Eine Pflanze, die uns zeigt, dass diese Kälte nicht ewig anhält. Eine Pflanze, die uns auf den Weg zum Frieden und zur Freiheit führt.

Vielleicht ist sie aber auch schon längst gewachsen? Das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ erzählt davon: „Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß; mit seinem hellen Scheine vertreibt‘s die Finsternis. Wahr‘ Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd’ und Tod.“

Dass Sie Zeichen der Hoffnung in diesen Weihnachtstagen entdecken mögen,

wünscht Ihnen


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