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Ein Wolf besucht das Plöner „Regenbogenhaus“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 23.Feb.2016 | 12:43 Uhr

Das Heulen des Wolfes war gestern schon im Flur der Kindertagesstätte „Regenbogenhaus“ in Plön zu hören. Es klang allerdings aus einem Kassettenrekorder. 19 Kinder, die im Sommer die Kindertagesstätte in die Grundschulen verlassen, saßen in einem Gruppenraum und ließen sich vom virtuellen Wolf faszinieren.

Dafür sorgte die Waldpädagogin Sonja Strube, die vom „Erlebnisraum Natur“ – kurz Erna – aus Eutin nach Plön gekommen war. Die Mädchen und Jungen nehmen in diesen Tagen mit vielen anderen Kindertagesstätten aus der Region am Medienprojekt „Zeitung in der Kindertagesstätte“ des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages, in dem auch der Ostholsteiner Anzeiger erscheint, teil. Und schnell stellten die Kinder fest: „Wölfe fressen Schnatterenten wie das ZiKiTa-Maskottchen „Paula“, aber Wale wie den kleinen Potwal „Pit“ eben nicht. Sonja Strube erklärte den interessierten Mädchen und Jungen, dass der Wolf mit gesenktem Schwanz durch den Wald „schnürt“, weil sich seine Tatzenspuren auf dem Waldbogen wie eine Schnur hintereinander reihen. Die Kinder merkten selbst: „Die Pfote eines Wolfes ist so groß wie eine Kinderhand.“ Und: Alle Hunderassen stammen vom Wolf ab.

Viele Kinder gaben bereitwillig an, schon einmal einen Wolf gesehen zu haben – allerdings im Tierpark oder auf Fotos. Anhand von Fotos mit Tieren, Gemüse, Kräutern oder Obst stellten die Kinder fest, was Wölfe so fressen. Erstaunt waren sie, dass Wölfe auch Obst fressen, wie Sonja Strube ihnen erklärte. Hilfreich war ein Wolf-Präparat, das sie mitgebracht hatte. Der Wolf war von Jägern in Russland geschossen worden.

Anhand des Präparates erklärte Sonja Strube den Kindern die Größe des Wolfes, seine langen Beine, die kleinen und spitzen Ohren, die Fang- und Reißzähne und das auffällige Fell mit der dunklen Satteldecke.

Vor 200 Jahren war der letzte Wolf in Schleswig-Holstein geschossen worden. Vor ein paar Jahren war bei Süsel wieder der erste Wolf gesichtet worden – er wurde nachts auf der B 76 überfahren und steht jetzt im Eutiner Kreishaus zur Besichtigung frei.  

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