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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 08:15 Uhr

Ein Wochenende wie bei der Berufsfeuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 18.Jul.2017 | 13:18 Uhr

Ein besonderes Erlebnis hatten kürzlich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr der Gemeinde Bösdorf.
Sie nahmen als eine Überraschung der Jugendwehrführung an einem Wochenende der Berufsfeuerwehr teil.

Auf dem anspruchsvollen Programm stand ein 24-Stunden-Dienst, der möglichst dem Ablauf in einer Berufsfeuerwehr nachempfunden sein sollte. Dabei sollte natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Die Jugendlichen sollten die Möglichkeiten bekommen, das in den Diensten Gelernte praktisch einzusetzen und auch Neues innerhalb von Ausbildungseinheiten zu lernen. Aber auch das Interesse an der Feuerwehrtätigkeit sollte gefördert werden.

Zum Dienstbeginn trafen sich die Feuerwehr-Jugendlichen im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Kleinmeinsdorf. Nach der Dienstbesprechung, und der Einteilung auf einzelne Trupps wurde in der Fahrzeugübergabe die Einsatztüchtigkeit vom Fahrzeug von den Jugendlichen festgestellt.

Kurz darauf schallte durch das Gerätehaus eine Sirene. Die jungen Blauröcke wollten zuerst kaum glauben, dass der Alarm ihnen galt. Doch dann wurde sich in Windeseile umgezogen und auf das Feuerwehrfahrzeug gesprungen. Während der Fahrt zum Einsatzort las der Gruppenführer die Infos zum Einsatz vor: „Da liegt ein Baum auf der Straße.“ Der Baum stellte sich als umgekippte Fichte mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimeter heraus. Der wurde dann mit Bügelsägen zersägt und weggeräumt. Die Resonanz nach diesem ersten Einsatz war ausgesprochen gut und wurde von den Jugendlichen als „cool“ empfunden.

Die Jugendlichen durften im Verlauf ihres weiteren Dienstes noch einen kleinen Containerbrand löschen. Ein weiterer Einsatz entpuppte sich dann zu einer weiteren Überraschung: Die Garage vom Bauhof der Gemeinde wurde von fleißigen Helfern vernebelt und zwei Strohpuppen darin versteckt. Nun durften die Feuerwehr-Jugendlichen neben dem Aufbau eines Löschangriffs das erste Mal die selbst gebauten Atemschutzgeräte ausprobieren und die beiden vermissten Bauhof-Mitarbeiter Wilfried und Otto wie die Großen retten.

Dabei wurde von den Jugendlichen auch eine Atemschutzüberwachung eingerichtet. Nach einer stärkenden Grillwurst wurde auch der Verkehrsunfall samt Ölspur und verletzten Personen mit Bravour abgearbeitet. Nebenher wurden dabei auch noch die Kinder aus der Nachbarschaft bespaßt.

Nach den doch etwas anstrengenden Einsätzen und der Sporteinheit hatte wohl keiner der Jugendlichen am Abend noch mit einem weiteren Einsatz gerechnet. Doch nach dem Verkehrsunfall erhielten sie die Meldung, dass „Opa Ernst“ nach einem Streit aufgebracht im Wald verschwunden sei und bisher nicht wieder aufgetaucht sei. Dank der schnellen Hilfe der Jugendfeuerwehr wurde er jedoch schnell gefunden und konnte seinen Enkeln gesund übergeben werden. Da die Jugendlichen nach dem Einsatz dann immer noch ganz munter waren, stand ihnen der Sinn nach einer kleinen Nachtwanderung im Mondlicht. Zurück im Gerätehaus fielen sie dann aber doch erschöpft in ihre Betten.

Wer nun dachte, das Morgenprogramm bestehe nur aus einen gemütlichen Frühstück, der hatte sich gewaltig geirrt. Denn morgens mussten die Jugendlichen noch zu einer „Technischen Hilfe“ ausrücken. Katze Minka traute sich nicht mehr die Garage runter und musste gerettet werden und dem Besitzer übergeben werden.

Aber nun war nach einem wohlverdienten Frühstück wirklich Schluss und die Wache konnte nach 24 Stunden wieder der aktiven Abteilung übergeben werden. Das Wochenende war für alle ein Erfolg und hat viel Spaß gemacht, war die jungen Feuerwehrleuten deutlich anzusehen. Von den Jugendlichen kam dann auch gleich der Wunsch einer Wiederholung.

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