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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 08:13 Uhr

Malente : Ein vierter Kandidat tritt an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Malenter Christian Witt tritt als Einzelbewerber ohne Unterstützung durch eine Partei zur Bürgermeisterwahl in seiner Gemeinde an.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 11:55 Uhr

Überraschung im Malenter Bürgermeisterwahlkampf: Neben den drei Bewerbern, die von Malenter Parteien ins Rennen um die Nachfolge von Verwaltungschef Michael Koch geschickt werden, will sich am Sonntag, 29. Mai, ein vierter Kandidat zur Wahl stellen. Der Malenter Christian Witt (45, parteilos) hat in der vergangenen Woche 140 Unterstützer-Unterschriften bei der Gemeinde eingereicht – 115 wären nötig gewesen. Die holte er nach eigenen Angaben innerhalb von zwei Tagen, indem er von Tür zu Tür zog. „Dabei habe ich durchweg positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet der Polizeibeamte. Viele wollten gar keinen Kandidaten, der von einer Partei aufgestellt worden sei, sondern sie wollten einen Ansprechpartner haben, glaubt Witt. Seine kurzfristige Entscheidung, selbst anzutreten, sei auch durch die bisher bekannten Kandidaten ausgelöst worden.

Vielen Malentern dürfte Witt als stellvertretender Vorsitzender des Schulelternbeirats an der Schule an den Auewiesen bekannt sein. Als Elternvertreter gehörte er zu den Mitinitiatoren des Bürgerentscheids, mit dem die Befragten einer Fusion der Malenter Gemeinschaftsschule mit der Hutzfelder Heinrich-Harms-Schule Anfang 2014 eine deutliche Absage erteilten. „Ich will etwas für Malente machen“, erklärt Witt. Ein Gespür dafür habe sich bei ihm auch durch den Bürgerentscheid entwickelt, glaubt er. Ihm sei es wichtig, dass Kommunalpolitik und Verwaltung nicht gegen den Bürgerwillen arbeiteten. Die Kommunalpolitiker will er einen, etwa beim Thema Tourismus-Vermarktung. „Ich glaube, man kann es erreichen, dass sich alle für eine Lösung entscheiden.“

Vor allem sieht Witt ein Vermittlungsproblem zwischen Bürgern, Kommunalpolitik und Verwaltung. Bei den Bürgern entstehe oftmals Unverständnis, weil sie nicht wüssten, was in der Verwaltung geleistet werde. So sei er etwa überzeugt, dass im Rathaus intensiv an einer Lösung für einen Ersatz der maroden Schwentinebrücke gearbeitet werde. Für eine bessere Kommunikation zu sorgen, sei die Hauptaufgabe des künftigen Bürgermeisters, findet Witt. „Bei meinen Gesprächen waren die Themen so vielfältig, dass ich gar nicht verstehe, wieso diese nicht gesammelt werden. Ich würde als erstes ein Forum einrichten, damit die Bürger das loswerden können.“

Witt ist gebürtiger Kieler, lebt aber bereits seit 40 Jahren in Malente. Er ist verheiratet mit Sangita Witt, mit der er die beiden Söhne Anton (15) und Malte (12) hat. Der Polizeihauptmeister ist bei der Eutiner Polizeidirektion (PDAFB) für die Koordination der Personenspürhunde und ihrer Hundeführer im Land zuständig. In dieser Funktion habe er bereits Verwaltungserfahrung gesammelt. Dabei habe er die Erfahrung gemacht, dass er mit Hilfe von Kontakten und Weitblick gut Ergebnisse erzielen könne.

Ein bisschen liege das Bürgermeisteramt in der Familie, sagt Witt. Bereits sein Urgroßvater und sein Großvater seien in Tröndel (Kreis Plön) Bürgermeister gewesen. Witt will in seinem Wahlkampf weiter von Tür zu Tür ziehen, eine Internetseite (www.witt-malente.de) und ein Facebook-Auftritt seien im Aufbau. Am Sonnabendvormittag, 16. April, will er sich erstmals in der Bahnhofstraße präsentieren, allerdings nicht wie die anderen Kandidaten am Lenter Platz, sondern am Haus des Kurgastes. Dort verspricht er sich eine größere Resonanz.

Mit Christian Witt sowie Tanja Rönck (parteilos, FWM), Hans-Werner Salomon (CDU) und Jörg Meyer (SPD) ist die Kandidatenliste nun vollständig. Gestern Abend um 18 Uhr endete die Bewerberfrist im Rathaus.

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