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Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 01:58 Uhr

Ein Traum von Kurpark

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landrat Sager zeigte sich bei einer Besichtigung des neuen Stegs auf den Schwentinewiesen begeistert von der Parkatmosphäre

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 15:26 Uhr

Landrat Reinhard Sager geriet ins Schwärmen: „Das ist ja ein Traum hier“, staunte er bei einem Rundgang auf dem neu errichteten Steg im Malenter Kurpark. Gemeinsam mit dem Leiter der Unteren Naturschützbehörde (UNB), Joachim Siebrecht, Bürgermeister Michael Koch und der Vorsitzenden der Kurparkfreunde, Julia Freese, besichtigte er den im Juli eingeweihten Holzbohlenweg. An den Gesamtkosten von gut 120 000 Euro hatte sich der Kreis mit 5000 Euro beteiligt.

UNB-Leiter Siebrecht teilte das Lob seines Chefs für die schwimmend auf recycelten Kunststoff-Bohlen gelagerten Steganlage: „Das fügt sich wunderbar ein.“ Er zeigte sich erleichtert, dass die ursprünglich geplante rund einen Meter hohe aufgeständerte Steganlage nicht verwirklicht worden sei, weil sie viel wuchtiger als das jetzige Bauwerk geworden wäre. Das sei auch ganz im Sinne der Denkmalpflege gewesen, bestätigte Julia Freese.

Siebrecht wies auf die Vorteile des Stegs hin: Die Besucherströme würden kanalisiert, die Vegetation geschützt und der Boden nicht weiter verdichtet. „Ich bin begeistert von dieser Lösung, weil sie aus naturschutzfachlicher Sicht viele Vorteile hat.“ Da eine Pfahlgründung nicht nötig gewesen sei, hätten die besonders empfindlichen Wurzeln der Sumpfzypressen geschützt werden können.

Julia Freese erinnerte sich mit Wohlwollen an die Rolle der UNB im Genehmigungsverfahren für die Steganlage: Nach dem Scheitern des ersten Versuchs sei der zweite Anlauf auch mit Hilfe der UNB zustande gekommen. Die Aussage der Behörde, der Steg schütze die Natur, sei sehr hilfreich gewesen. „Das waren die Worte, die Bingo-Lotto hören wollte“, berichtete Freese. Bingo hatte über 40 000 Euro für das Projekt gegeben.

Ebenso wie Landrat Sager würdigte Bürgermeister Michael Koch das ehrenamtliche Engagement der Kurparkfreunde mit Julia Freese an der Spitze. Koch wies darauf hin, dass mit dem Bau des Stegs ein ursprünglicher Zustand wieder hergestellt worden sei. Denn den alten Steg habe die Gemeinde abreißen müssen, weil er baufällig gewesen sei. Und für einen neuen Steg habe die Gemeinde kein Geld gehabt. „Wenn es dieses ehrenamtliche Engagement nicht gegeben hätte, hätten wir diesen Zustand nicht wiederherstellen können.“

Der Steg im Bereich der Schwentinewiesen werde von den Kurpark-Besuchern fantastisch angenommen, sagte Koch. Julia Freese zeigte Bilder, die den bedauernswerten Zustand des vormaligen Sandwegs zeigten. Nach Regenfällen sei der Pfad matschig und voller tiefer Pfützen gewesen. Der Blick beim Spaziergang sei dabei allzu oft auf den Boden geheftet gewesen. Das habe sich nun grundlegend geändert, freut sich Julia Freese. Sobald man den Steg betrete, schweife der Blick automatisch in die Natur des Kurparks.

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