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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 16:34 Uhr

Ostholstein / Plön : Ein Tag für die Berufswahl

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim sogenannten Girls- & Boys-Day schauten sich 15 Mädchen bei der Polizei und 18 Jungen und Mädchen im Forscherlabor um

von
erstellt am 24.Apr.2015 | 04:30 Uhr

Einen Tag lang in einen Beruf hineinschnuppern, der hauptsächlich noch vom anderen Geschlecht dominiert wird, ist längst nicht mehr nur Mädchen vorenthalten. Beim sogenannten Girls- and Boys-Day nutzten viele Achtklässler im Kreis die Chance, einmal hinter die Kulissen von Staatsdienst und Forschungslabor zu schauen.

15 Mädchen aus Eutin und Kiel erlebten, wie vielfältig der Beruf einer Polizistin sein kann: Selbstverteidigung, Wasserwerfer fahren, Diensthunden bei der Arbeit zusehen und mit der Laserpistole schießen – „das war schon ganz schön cool“, sagten die Achtklässlerinnen am Ende des Tages. Wiebke Borchardt, sonst zuständig für die Schülerpraktikanten, hatte sich bemüht, den Tag so spannend wie möglich für die Schülerinnen zu gestalten. Das war ihr sichtlich geglückt. Welchen Nutzen hat dieser Tag aus Arbeitgebersicht? Borchardt ist derzeit dabei, durch Befragung der Polizeianwärter herauszufinden, wie viele sich letztlich nach solch einem Tag oder einem Praktikum für den Beruf entschieden haben: „Bisher sind es wirklich denkbar wenige. Die meisten kommen, weil das eigene Interesse so groß ist oder in der Familie schon jemand im Dienst ist. Aber auch die Erkenntnis, dass der Beruf nichts für einen ist, ist eine wichtige und lohnenswerte Erfahrung“, sagt Borchardt.

Ganz andere Eindrücke sammelten gestern 18 Schülerinnen und Schüler aus Kiel, Eutin, Malente und Plön beim Tag im Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.

Josia Pietsch hatte sogar den weiten Weg aus Bargteheide auf sich genommen. „Mein Vater hat von einer Arbeitskollegin erfahren, dass ich hier die Möglichkeit habe, einen Einblick in die Forschung zu bekommen“, sagte der 14-Jährige, der später vielleicht einmal selber Wissenschaftler werden möchte.

In kleinen Gruppen erhielten die jungen Nachwuchswissenschaftler Einblicke in den Arbeitsalltag am Max-Planck-Institut. Unter Anleitung der Biologielaborantinnen des Instituts schlüpften die Jungen in ihre Laborkittel, zerkleinerten Tomaten und machten das Erbgut des Gemüses in einem Reagenzglas sichtbar oder untersuchten Wasserproben aus dem See unter dem Binokular. „Bereits im Alter von drei Jahren hatte ich den Wunsch, Forscher zu werden“, erzählte der 15-jährige Nicholas Gust aus Kiel und suchte begeistert nach Lebewesen in seiner Seeprobe. „In den Proben befinden sich hauptsächlich kleine Organismen wie Kieselalgen und Rädertierchen. Diese Kleinstlebewesen sind nur bis zu einem halben Millimeter groß. Mit bloßem Auge sind sie gerade so zu erkennen und ungefähr so klein wie eine Stecknadelspitze“, erklärte Evolutionsbiologin Julia Haafke.

Mehr dazu im OSTHOLSTEINER ANZEIGER.  


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