20. Rosenstadt-Triathlon : Ein siegender Holländer

Jubelnd reißt Diederik Scheltinga die Arme hoch, während im Hintergrund der zweiteschnellste Zweitliga-Athlet Tim Lange von der  Siegermannschaft EJOT Team TV Buschhütten II auf der Zielgeraden noch ein paar Meter vor sich hat.
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Jubelnd reißt Diederik Scheltinga die Arme hoch, während im Hintergrund der zweiteschnellste Zweitliga-Athlet Tim Lange von der Siegermannschaft EJOT Team TV Buschhütten II auf der Zielgeraden noch ein paar Meter vor sich hat.

Triathleten der 2. Bundesliga Nord der Männer und Frauen eröffneten mit ihrem Wettkampf den 20. Rosenstadt-Triathlon des PSV Eutin.

shz.de von
22. Juni 2014, 16:55 Uhr

Manch einem behagte das Wetter gestern gar nicht. Wind verlangte den Sportlern des Rosenstadt-Triathlons eine Menge ab. Als erster Athlet des Tages kam der Niederländer Diederik Scheltinga ins Ziel, der in der 2. Männer-Bundesliga Nord für den SC Bayer 05 Uerdingen startet. „Ich bin kein so guter Schwimmer, da ist mir entgegengekommen, dass wir mit Neoprenanzug schwimmen mussten“, sagte Scheltinga im Ziel. Die Entscheidung fiel auf der Laufstrecke: „Ich habe auf den letzten fünf Kilometern zwei Läufer eingesammelt und dann nur noch Gas gegeben.“ Seine Siegerzeit: 1:53:42 Stunden.

Der schnellste Athlet des Zweitliga-Wettkampfes gehörte jedoch nicht zum Siegerteam. Schletinga wurde zusammen mit Maximilian Saßerath, Marius Güths, Lukas Schott und Matthias Bergermann Tagesvierter. Es siegte das EJOT Team TV Buschhütten II mit Tim Lange, Simon Jung, Simon Weiß, Felix Weiß und Daniel Knöpke vor der EBL Consulting KTT 01 II aus Köln mit Lucas Abel, Alexander Brennecke Jonas Meyer, Michal Achcynski und Lukas Mazur. Ditter wurde das Team Weimarer Ingenieure mit Robin Schneider, Folker Schwesinger, Lars Pfeifer, Tom Gorges und Robert Röder.

Die Wassertemperatur lag bei den Zweitligastartern bei 17,3 Grad. Da hatten auch die guten Schwimmer zu kämpfen, zumal der Wind ihnen auch eine stattliche Dünung bescherte. Schaltinga kam so mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Ein Vorteil, denn so konnte er auf der Radstrecke Kraft sparen, musste sich nicht an die Spitzengruppe herankämpfen.

„Gestern habe ich noch gedacht, dass wir hier in Eutin einen Sprint absolvieren, doch dann habe ich erfahren, dass ich mich geirrt habe“, sagte Diederik Scheltinga. Die längere Distanz kam ihm entgegen, denn er fühlt sich auf längeren Strecken wohler. Sein gutes Ergebnis, deutlich unter zwei Stunden, habe er so nicht erwartet, verriet er seinen Konkurrenten im Ziel.

Beinahe einen Heimwettkampf hatte Nicholas Wiebe, der zu Zweitligazeiten für den PSV Eutin gestartet ist. Gestern schwamm, fuhr und lief er für die Hamburger. „Mit dem Alter wird es nicht einfacher“, stellte Wiebe mit einem Augenzwinkern fest und verwies auf die 38 Jahre, die er alt ist. „Es ist schon eine prima Leistung, wenn man in diesem Alter noch in der 2. Bundesliga mithalten kann“, meinte denn auch Moderator Ludwig Kiefer.

Die schnellste Frau des Zweitligatages war auch als Favoritin ins Rennen gegangen. Theresa Baumgärtel fand den Rosenstadt-Triathlon „richtig gut“. Das Schwimmen hatte natürlich auch für sie seine Tücken: „Bis zur ersten Boje war es richtig schwierig.“ Aber dann entwickelte sich ein Wettbewerb ganz nach dem Geschmack der Ausdauersportlerin, die für das EJOT Team TV Buschhütten II gestartet war. Die ersten 20 Kilometer sei sie nich mit einer anderen Athletin zu zweit gefahren, dann habe sie sich abgesetzt. Den einzigen kleinen Kritikpunkt lieferte die Laufstrecke: „Die war etwas langweilig.“ Vor allem, weil dort nur wenige Zuschauer an der Strecke standen. Auch bei den Frauen gehörte die schnellste Athletin nicht zum Siegerteam, denn den ersten Platz sicherte sich gestern das Kaifu Tri-Team Hamburg.

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