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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 13:35 Uhr

Ein Ruck für „Igek“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malente: Ausschuss votiert für Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 20:35 Uhr

Seit Jahren kämpft Bürgermeister Michael Koch für ein Entwicklungskonzept für Malente. Der Verwaltungschef zählt dieses Vorhaben zu den wichtigsten, die er in seiner Amtszeit bis August 2016 zumindest noch auf den Weg bringen will. Nun scheint er mit seinem Anliegen zumindest ein Stück vorangekommen zu sein. Obwohl Koch selbst nicht anwesend war, legte der Planungsausschuss Inhalte eines Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (Igek) fest und beauftragte die Verwaltung einstimmig, bei der Aktiv-Region Holsteinische Schweiz einen Förderantrag zu stellen.

Der Weg dahin war allerdings äußerst zäh, so dass Fritz Kamkalow, Dorfvorsteher in Benz, der Politik die Leviten las. Er nannte es „beschämend“, dass das Thema immer wieder auf die Tagesordnung komme und das Ergebnis immer wieder das gleiche sei. „Da müssten sich die Fraktionen mal einen Ruck geben“, forderte er. Zuvor hatte bereits Bauamtsleiterin Britta Deubel den zögernden Ausschussmitgliedern Druck gemacht: „Ich brauche jetzt von Ihnen Inhalte.“

Inhalte lieferte schließlich Gudrun Förster (CDU). So soll sich das Igek mit folgenden Themen befassen: Baulücken und Entwicklungspotenziale im Hauptort und auf den Dörfern, Attraktivitätssteigerung des Ortszentrums, kommunale Wirtschaftsförderung, Parkraum- und Verkehrslenkung, bessere Vermarktung von Malenter Alleinstellungsmerkmalen im Tourismus (Gesundheitsstandort, Sportstadt, Zielgruppen).

Der Ausschuss folgte der Anregung von SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning, Konzepte für Sportstättenentwicklung und Parkraumbewirtschaftung mit dem Igek zu verknüpfen. Für das Projekt stehen 70  000 Euro im Haushalt bereit, davon könnte die Aktiv-Region bis zu 20  000 Euro übernehmen. Die ursprünglich für ein Sportstättenentwicklungskonzept vorgesehenen 20  000 Euro sind im Haushalt nicht mehr vorgesehen.

Nicht vom Weg abbringen ließ sich der Ausschuss von Klaus-Peter Sauvant (Grüne), der sich rundweg gegen neue Gutachten aussprach: „Wir brauchen das Geld real und nicht zum Rausschmeißen für neue Gutachten“, kritisierte er. Vor Ort gebe es genügend Gründe, etwas zu tun. Dafür brauche es keine Gutachten.

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