zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 10:58 Uhr

„Ein Riesengewinn für Eutin“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Geriatrische Tagesklinik am St.-Elisabeth-Krankenhaus eröffnet / Ministerin Kristin Alheit überreicht Förderbescheid über eine Million Euro

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 13:34 Uhr

Mit einem von der Geburt bis ins hohe Alter umfassenden medizinischen Angebot ist Eutin schon gut ausgestattet, aber echten Vorzeigecharakter hat jetzt die geriatrische Versorgung in der Kreisstadt. Das betonte Gesundheitsministerin Kristin Alheit gestern bei der Eröffnungsfeier für die geriatrische Tagesklinik am St.-Elisabeth-Krankenhaus (SEK).

Für 1,2 Millionen Euro ist der Neubau an der Bismarckstraße binnen sieben Monaten errichtet worden. Er bietet auf 300 Quadratmetern Fläche ambulante Betreuungsmöglichkeiten für zwölf Patienten, kann aber bei Bedarf auch für die doppelte Zahl genutzt werden. Eine künftige Kapazitätserweiterung sei nach dem vom Architekturbüro Bielke und Struve erstellten Konzept möglich, sagte die SEK-Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf – aufgrund der bereits vorhandenen Nachfrage könnte das bald ein Thema werden.

Auch Ministerin Alheit sprach von einer dynamischen Entwicklung in der altersmedizinischen Versorgung. Seit dem Jahr 2002 sei die Bettenzahl für Geriatrie an 19 Standorten im Land auf fast 1000 mehr als verdreifacht worden. Das Land forciere gezielt den Ausbau ambulanter Einrichtungen. Alheit: „Einerseits bleiben die Patienten so in Kontakt zur Familie und zum Freundeskreis, andererseits erfahren sie eine gezielte und intensive Behandlung, die die Leistungsfähigkeit und Sicherheit im Alltag stützt. Das geschieht auch mit dem Ziel, Pflegebedürftigkeit weitgehend zu vermeiden und ein selbstständiges Leben Zuhause möglichst lange erhalten zu können.“

Auf diesem Weg liege Eutin „ganz vorn“, bekräftigte die Ministerin bei der Aushändigung eines Fördermittelbescheides über eine Million Euro an das St. Elisabeth Krankenhaus für die geriatrische Tagesklinik. Dies ist das erste Geld aus dem neuen Sonderprogramm des Landes, mit dem bis 2017 rund 30 Millionen Euro für Maßnahmen zur ambulanten und wohnortnahen Versorgung älterer Menschen fließen sollen.

Schleswig-Holstein liege auch in der altersmedizinischen Versorgung dank der einst von den Sozialministern Günther Jansen und Heide Moser vorausschauend angelegten Krankenhausplanung bundesweit an der Spitze, lobte Dr. Martin Willkomm, Vorsitzender des Landesverbandes Geriatrie. Ähnlich äußerte sich Dr. Hartmut Niefer, der Ärztliche Direktor: „Die Landesregierung hier lässt viel Raum für visionäre Vorschläge.“

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz zollte dem „Mut und der Weitsicht“ Respekt, mit denen die Verantwortlichen fürs Elisabeth Krankenhaus ihr medizinisches Angebot formten. Sie trügen jetzt auch mit der Tagesklinik der demografischen Entwicklung dynamisch Rechnung. Besonders aber beeindrucke ihn das menschliche Engagement aller Mitarbeiter dabei. „Dieses Krankenhaus ist ein Riesengewinn für Eutin“, sagte der Bürgermeister.

Für das Ärztenetz Eutin-Malente unterstrich Dr. Ludger Iske die gute Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. Durch dessen Entwicklung ziehe sich wie ein roter Faden das Grundanliegen, denen zu helfen, die des „tätigen Dienstes“ bedürften. Dazu geselle sich der spürbare Respekt vor der älteren Generation, laut Iske ein „Zeichen für gesellschaftliche Gesundheit“.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen