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Ein Relikt des Jugendstils: Das vornehme „Schlosshotel“am Markt

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In der Stadt Eutin sind diverse Baustile aus dem Lauf der Jahrhunderte vertreten, doch vergleichsweise wenig lässt sich der Epoche des Jugendstils zuordnen. Eines der seltenen Beispiele verbirgt sich heute hinter dem Türchen des OHA-Adventskalenders: das Haus Markt 7-8.

Das Vorgängergebäude beherbergte ein Hotel, das 1848 unter den Namen „Holsteiner Haus“ in der Chronik auftaucht. Später wurde es, wie Regine Jepp von der Bürgermeinschaft Eutin weiter berichtet, in „Holsteiner Hof“ und „Zentralhotel“ umbenannt. Dessen Geschichte endete 1907, als es bis auf die Grundmauern abbrannte, wobei auch Nachbargebäude zerstört wurden und es der Feuerwehr um Haaresbreite gelang, die von Flammen bedrohte Altstadt zu retten.

Der Neubau wurde um 1909/10 unter dem Namen „Schlosshotel“ eröffnet und bestand bis in die 1960er Jahre. Es war ein vornehmes Haus, zugleich diente sein viel genutzter Ballsaal als gesellschaftlicher Treffpunkt bei Konzerten und Feiern.

Im Oktober 1963 eröffnete in den Räumen der früheren Gaststätte ein Geschäft namens „Parco“. In ihm wurde auch die erste Rolltreppe in Eutin installiert. Ende der 1970er wurde „Parco“ von „Coop“ übernommen und später mit dem „Sky“-Logo ausgestattet.

Die Fassade des ehemaligen Schlosshotels weist den Bau als Jugendstil-Produkt aus. Der Giebel auf der linken Seite mit den Köpfen ist originalgetreu erhalten, ein Turmaufsatz rechts ist im Laufe der Zeit durch eine flache Kappe ersetzt worden.

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erstellt am 19.Dez.2016 | 13:04 Uhr

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