Ein Punkt bei der Heimpremiere

Mit der Kelle versucht Gästespieler Robin Marek (Nummer 72) dem Timmendorfer Joe Timm den Puck abzuluchsen.
Foto:
1 von 2
Mit der Kelle versucht Gästespieler Robin Marek (Nummer 72) dem Timmendorfer Joe Timm den Puck abzuluchsen.

Eishockey: EHC Timmendorfer Strand verliert den Hannover Scorpions erst nach Verlängerung und Penaltyschießen mit 6:7 Toren

shz.de von
25. September 2016, 21:02 Uhr

Am ersten Spieltag der Eishockey-Oberliga Nord unterlag der EHC Timmendorfer Strand dem Favoriten Hannover Scorpions vor 684 Zuschauern mit 6:7 nach Penaltyschießen (1:2, 3:2, 2:2, 0:0, 0:1). Dabei zeigten die Gastgeber, die ohne Kapitän Patrick Saggau, Moritz Meyer, Yannick Henry und Dennis Overbeck angetreten waren, eine ansprechende Leistung. Die Vorbereitung des Teams um Trainer Dave Rich war eher holprig verlaufen.

Besonders gespannt waren viele Zuschauer auf das Heimdebüt des japanischen Nationalspielers Denis Akimoto, der eine starke Vorstellung in Offensive und Defensive bot. Die ersten Minuten der hart umkämpften Partiespielten sich fast ausschließlich im Verteidigungsdrittel des Gastgebers ab – die Scorpions machten viel Druck und gingen bereits in der vierten Minute verdient in Führung. Ab Mitte des ersten Spielabschnitts wurde das Spiel ausgeglichener, Youngster Gianluca Balla erzielte vier Minuten vor der Pausensirene den 1:1-Ausgleich, den die Scorpions mit der erneuten Führung beantworteten.

Das zweite Drittel entscheiden dei Timmendorfer mit 3:2 Toren für sich. Hier entwickelte sich ein zwar nicht hochklassiges, aber stets lebendiges und enges Spiel mit Druckphasen auf beiden Seiten. Die Scorpions legten vor und die Gastgeber glichen jeweils aus – ihre Torschützen im Mittelabschnitt waren Kenneth Schnabel (25.), Vitalij Blank (28.) und Dominic Steck (33.).

Im Schlussdrittel setzte sich das muntere Hin und Her fort. Wieder gingen die Scorpions in Führung – und wieder glichen die „Beach Boys“ aus. Nachdem Matthias Oertel in der 46. Spielminute das 5:5 erzielt hatte, legten die Gäste drei Minuten später erneut vor. Die Gastgeber drängten auf den verdienten Ausgleich, nahmen knapp eine Minute vor Schluss Goalie Jordi Buchholz zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und jubelten 33 Sekunden vor dem Abpfiff, als erneut Gianluca Balla zum 6:6 traf.

Die nach neuen Regeln erstmals mit 3 gegen 3 ausgeführte fünfminütige „Overtime“ blieb torlos, so dass das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen musste. Dabei traf als einziger Akteur der Hannoveraner Maximilian Schaludek, so dass die Gäste 7:6 gewannen.

Bemerkenswert: Von den insgesamt zwölf erzielten Toren fielen acht in Überzahl, auf beiden Seiten jeweils vier. Das unterstrich auch Trainer Dave Rich in seinem Fazit: „Eine unserer Stärken heute war das Powerplay, das in der Vorbereitung so gut wie gar nicht funktioniert hatte. Insgesamt haben wir uns deutlich gesteigert, haben allerdings noch zu viele Fehler gemacht und vor allem zu viele Strafen genommen, die uns bei unserem kleinen Kader letztendlich zu viel Kraft gekostet haben. Wenn Kapitän Patrick Saggau nach seiner Verletzung wieder dabei ist, werden wir uns mit dem vorhandenen Teamgeist weiter entwickeln.“

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen