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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 20:25 Uhr

Ein Preis und zwei Gewinner

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Jörg-Steinbach-Preis“ in Plön verliehen

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2015 | 13:18 Uhr

Gleich zwei Preisträger gab es bei der 28. Verleihung des „Jörg-Steinbach-Preises“ in der Jugendherberge Plön. Mit einem Preisgeld von jeweils 2000 Euro wurden die Projekt „Geschichts-AG“ der Gemeinschaftsschule Plön (Schule am Schiffsthal) und „Jugend fördern und fordern – Integration durch Sport“ vom Boxring im TSV Plön ausgezeichnet.

„Beide Projekte verknüpfen ihre Fertigkeiten und Kenntnisse mit einem sehr bewussten Engagement für die künftige Gestaltung unserer Gesellschaft – für ein friedliches, solidarische, mitmenschliches Zusammenleben“, würdigte der Historiker und Mitglied des Landtags, Jürgen Weber (SPD) das Engagement in seiner Laudatio.

Die „Geschichts-AG“ mit sieben Schülern unter der Leitung ihres Lehrers Dirk Meußer gestalteten in im vergangenen Jahr den Volkstrauertag zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“. Im Rahmen der Arbeitsgruppe, die teilweise außerhalb des Schulunterrichts aktiv war, führten sie Gespräche mit Zeitzeugen und heutigen Bundeswehrsoldaten. „Was hier geleistet wurde, ist beeindruckend“, lobte Weber. Was an der Gemeinschaftsschule unter der Ägide von Dirk Meußer seit 2011 entwickelt worden sei, sei ein anerkennenswertes Stück Kontinuität der Geschichts- und Gedenkarbeit von Jugendlichen.

Dass Integration gelingen könne, dazu habe der Boxring einen großen Beitrag geleistet, führte Jürgen Weber aus und betonte: „Der Boxsport vermittelt, im Vergleich zu anderen Sportarten, viele Schlüsselqualifikationen, die für die Berufs- und Lebensqualität von großer Bedeutung sind.“ Dabei würden die Sportler Fähigkeiten wie Selbstdisziplin, Respekt sowie Umgang mit Erfolg und Niederlagen erlernen.

Seit 15 Jahren besteht das Projekt „Jugend fördern und fordern – Integration durch Sport“ unter der Betreuung von Hans Korth. Bisher durchliefen die Sparte des TSV Plön rund 350 Migranten. Heute seien es 50 Boxer aus Russland, Armenien, der Ukraine, Türkei, dem Kosovo, Usbekistan, Afghanistan und Polen, die Erfolge bei Meisterschaften und in der Nationalstaffel vorweisen können, informierte der Laudator.

Der Boxring Plön zeige, wie junge Sportler zu einer positiven und selbstbewussten Teilhabe in unserer Gesellschaft begleitet würden, so Weber weiter. Ein Beispiel dafür sei Artur Maslimov aus Armenien, der nicht nur für seine Leistungen von der Sportjugend im Landessportverband Schleswig-Holstein und der Landesregierung ausgezeichnet wurde, sondern der erste Feuerwehrmann der Stadt Plön mit einem Migrationshintergrund ist.

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