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Malente : Ein Oldie feiert seinen 20. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mit zahlreichen Ehrengästen und Mitgliedern feierte die Senioren Union Malente im Uwe-Seeler-Fußballpark

Ihren Festort zum 20. Geburtstag hätte die Senioren Union (SU) Malente kaum besser wählen können. „Uwe Seeler ist ein Oldie und wir sind es auch“, fasste es der Landesvorsitzende Wolfgang Börnsen zusammen. Gemeinsam mit rund 50 Mitgliedern und Gästen war der langjährige Bundestagsabgeordnete in den Uwe-Seeler-Fußballpark gekommen, um der Malenter CDU-Vereinigung zum runden Jahrestag zu gratulieren. Allem voran ihrem Vorsitzenden Edwin Strehler, der seit der Gründung im Jahr 1994 an der Spitze der SU steht.

Dieser hob in seinem Festvortrag die Erfolge seiner Organisation heraus. Innerhalb von 20 Jahren habe man rund 150 Podiumsdiskussionen, Volksfeste, Betriebe und Verbände besucht. Immer im Mittelpunkt dabei: das Thema Generationengerechtigkeit und Leben im Alter. Ihre Hochphase erlebte die SU um die Jahrtausendwende mit über 100 Mitgliedern. Bis heute ging diese Zahl um ein Fünftel zurück. „Sie wird weiter sinken, glaube ich. Neuzugänge sind nur noch ganz selten zu verzeichnen. Das liegt vielleicht daran, dass die Mehrzahl der heute 60-Jährigen lediglich eine Zeit des Aufschwungs in Deutschlands erlebt hat“, erklärt er. Viele sehen hierdurch keinen Grund mehr, einer politischen Organisation beizutreten. „Wir haben die Nachkriegszeit deutlich miterlebt und wissen, dass ein besseres Leben erarbeitet werden muss. Geschenke sind selten.“

Börnsen stieß in seinem Grußwort ins gleiche Horn. „In der Senioren Union ist man, weil man lebenslang für die Demokratie tätig sein muss“, sagt er. Scharf kritisierte er die Rentenpläne der schwarz-roten Bundesregierung, die auf Kosten der jüngeren Generation finanziert würden. „Was in Berlin derzeit passiert, halte ich für verantwortungslos.“ Die Rente mit 63 Jahren gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland und sei auch gegenüber der älteren Generation eine Bevormundung. „Geben wir den Menschen wieder ihre Freiheit zurück, damit sie selbst entscheiden können, wann sie in Rente gehen.“ In Zeiten wachsender Lebens- und damit auch Rentendauer brauche es zudem einen neuen Generationenvertrag. „Wir haben nicht zu viele Alte, sondern zu wenig Junge.“

Der Bundesvorsitzende Dr. Otto Wulff nahm diese Worte in seinen Vortrag auf. „Lieber mehr Kinder an den Händen, als Hunde an den Leinen", erklärte er zum demografischen Wandel. Im Anschluss stimmte er seine Politikfreunde auf die bevorstehende Europa-Wahl am 25. Mai ein. Durch den Wegfall der Fünf-Prozent-Sperrklausel sei eine hohe Wahlbeteiligung dringend notwendig, um den Einzug extremer Parteien in das Brüsseler Europaparlament zu verhindern.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 17:09 Uhr

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