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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 00:53 Uhr

Ein neues Pumpwerk ist bitter nötig

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neubau soll im hinteren Teil des Festplatzes stehen

„Es muss dringend ein neues Pumpwerk gebaut werden“, so lautete die Botschaft von Boris Sobotta, Leiter der Stadtentwässerung, an die Mitglieder des Bauausschusses. Der Grund: Das Pumpwerk am Festplatz, über den ganz Neudorf entwässert, ist deutlich in die Jahre gekommen. Zwar habe die Stadtentwässerung immer wieder nachgerüstet und mit neuester Technik modernisiert, doch die Probleme sind nun in absehbarer Zeit so groß, dass sie nicht mit bloßer technischer Aufrüstung zu beheben sind, machte Sobotta deutlich.

Ganz Neudorf entwässere über das Pumpwerk, das seien etwa 2000 Einwohner aus rund 1000 Wohneinheiten. Die maximal errechnete Förderleistung der Pumpen mit den beiden derzeitigen Leitungen liege nach Berechnungen bei 38 Litern pro Sekunde. „Doch schon jetzt laufen da rund 48 Liter pro Sekunde durch“, sagte Sobotta. Je nach Regenereignis schwanke die Menge des Fremdwassers, das ebenfalls durch die Schmutzwasserleitungen entwässert werde. „Schon jetzt kann man sich die Leistungen, die beide Motoren erbringen, vorstellen wie in einem Herzkreislaufsystem, das permanent unter Bluthochdruck arbeitet“, sagte Sobotta. Wenn das neue Baugebiet „Wolkekoppel“ mit rund 60 bis 70 Wohneinheiten hinzukomme, werde die Belastung für das Pumpwerk noch höher.

Um einen größeren Neubau auf dem Festplatz, auf dem auch die Feuerwehr bauen will, kommt die Stadtentwässerung laut Sobotta nicht herum. Schon jetzt sei der Einbau größerer Pumpen nicht mehr möglich, da die Druckrohre wie ein „Flaschenhals“ funktionierten. Außerdem seien die Mängel aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht zu groß, das obere Material des fünf Meter tiefen Schachtbauwerks nicht mehr zulässig. „Wir wollen im Neubau die beiden alten Druckleitungen übernehmen, zwei neue bauen und haben dann vier Pumpen und vier Leitungen bis zum Klärwerk. Das wären die Grundlagen für die Entwässerung der nächsten Jahrzehnte.“

Die alten Schächte in das neue Bauwerk zu integrieren, stehe aufgrund der schwierigen Bodensituation vor Ort nicht zur Debatte. Stattdessen solle der Bau in der Fläche eher breiter werden, dem Feuerwehrneubau aber nicht im Wege stehen. „Da sind wir in enger Abstimmung. Wir liegen deutlich im hinteren Bereich des Platzes“, so Sobotta, der den Ausschuss über die weitere Planung informieren will, sobald sie vorliegt. Der Ausschuss applaudierte am Ende des Vortrages. Tilo Hegenberg (Grüne) abschließend: „So wünsche ich mir das eigentlich immer.“

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erstellt am 08.Apr.2017 | 00:51 Uhr

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