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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 04:30 Uhr

Ein neuer Rennplatz für „Knalltackter“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Öffentliches Probefahren mit Nachbarn und Behördenvertretern findet in Brackrade am kommenden Sonnabend (12. September) von 10 bis 12 Uhr statt

von
erstellt am 04.Sep.2015 | 10:41 Uhr

2011 mussten die über 50 Mitglieder des Vereines „RC Knalltackter Schleswig-Holstein“ ihre geliebte Rennstrecke unterhalb der beiden Funktürme in Brackrade aufgeben. Sie trugen damals ihre Rennen auf einer Ausgleichsfläche aus. Das wusste von den Mitgliedern keiner. Fast vier Jahr später und über 25 Mitglieder weniger steht dem Vorsitzenden Peter Boye aus Eutin wieder ein Lächeln im Gesicht: Nur einen Steinwurf weiter haben die Knalltackter Aussicht auf eine neue Rennstrecke.

Sie liegt ebenfalls unterhalb der beiden Brackrader Funkmasten in der Kiesgrube des Kies- und Schotterwerkes Kreuzfeld von Volker und Johann Peter Wandhoff. Auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Gelände, das überwiegend von einem hohen und zudem noch bewachsenen Lärmschutzwall umgeben ist, war sechs Jahre ein Eutiner Hundeverein beheimatet, der sich mittlerweile aufgelöst haben soll, weiß Peter Boye. Auch, wenn sich die Größe des Rennplatzes halbiert, wäre er froh, wenn es klappen könnte.

„Wir haben hier bereits einen Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein gehabt“, sagte der Vereinsvorsitzende. Das Ergebnis: Der Platz sei geeignet. Jetzt sei der Verein wegen der Nutzungsänderung in weiteren Gesprächen – diesmal mit dem Kreisbauamt. „Wir sind sehr zuversichtlich“, sagt Peter Boye.

Der nächste Schritt für die Knalltackter ist ein Probebetrieb. Der soll Sonnabend, 12. September, von 10 bis 12 Uhr auf dem Gelände stattfinden. Dazu sind alle Interessierten und vor allen Dingen die Nachbarn eingeladen. Die Behörden sind vertreten, weil auch die Lärmwirkungen der mit Verbrennungsmotoren betriebenen und ferngesteuerten Autos auf die Nachbarschaft ergründet werden sollen. „Es geht auch um ein gegenseitiges Kennenlernen mit den künftigen Nachbarn“, zeigte sich Peter Boye zuversichtlich, dass die Messwerte den Betrieb nicht beeinträchtigen werden. Früher hätten die Knalltackter überhaupt keinen Lärmschutzwall gehabt und seien auch nicht fünf Meter unter dem Geländeniveau gewesen.

Wenn es das erwartete grüne Licht von den Behörden gibt, dann soll die kleine Rennstrecke im Winterhalbjahr hergerichtet werden. Geplant ist auch der Bau einer Plattform für die Fahrer mit ihren Fernbedienungen. Boye verspricht: „Überwiegend wird an den Wochenenden gefahren und 60 Dezibel werden nicht erreicht. Die Betriebszeiten werden mit den Behörden und den Nachbarn besprochen.“ Wenn alles klappt, dann wollen die Knalltackter im nächsten Jahr nicht nur einen Tag der offenen Tür mit Fahrten für jedermann anbieten, sondern auch einen Meisterschaftslauf in der Rennserie Nord in Brackrade organisieren.  


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