Ein Meilenstein für Lütjenburg

Setzen gestern mit einer Baggerschaufel voll Sand den Meilenstein: (von links) Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Dirk Sohn und Plöns Landrätin Stephanie Ladwig.
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Setzen gestern mit einer Baggerschaufel voll Sand den Meilenstein: (von links) Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Bürgermeister Dirk Sohn und Plöns Landrätin Stephanie Ladwig.

Landrätin, Wirtschaftsminister und Bürgermeister setzten ersten Spatenstich zur zivilen Nutzung der ehemaligen Schill-Kaserne

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14. Juli 2015, 12:38 Uhr

Für viele war es „nur“ eine symbolische (Bagger)-Schaufel voll Sand. Für die Stadt Lütjenburg aber war gestern ein besonderer Tag, wie Landrätin Stephanie Ladwig es formulierte: „Es ist eben nicht nur eine Schaufel Erde, sondern ein Meilenstein für Lütjenburg“. Damit wurde nach zwei Jahren quasi die Öffnung der ehemaligen Schill-Kaserne für eine zivile Nutzung gelegt.

Es ist ein Erfolg, auf den die Stadt stolz ist, betonte Bürgermeister Dirk Sohn. Am 12. Mai 2012 wurde die Truppenfahne in der Kaserne eingerollt, „heute nun wird eine zivile Nach-Nutzung für alle sichtbar“, so Sohn. Der erste Teil des Kasernengeländes mit den Hallen ist komplett verkauft. Den größten Teil übernimmt ein Landmaschinenhandel, der 30 neue Arbeitsplätze schafft. Weitere Partner sind der Hausmeisterservice Lars Thode, das Logistik-Unternehmen Freese, die Spedition Niebuhr aus Tröndel und Supersail Deutschland aus Laboe. In einem weiteren Teil wird die Vitanas-Gruppe ein Seniorenzentrum errichten. Noch freie Grünflächen hat die Stadt Lütjenburg selbst erworben, um dort Freizeitangebote zu etablieren.

An die alte Kaserne wird dann nur noch die Zufahrtstraße von der Schönberger Straße erinnern, die künftig „Ferdinand von Schill“ heißen wird, der Namensgeber der Kaserne. Eine weitere Straße in Bau trägt den Namen „Am Kahlen Berg“, der alten Ortsbezeichnung des höchsten Punktes im Kasernengelände. Er soll touristisch genutzt werden.

„Sie haben alle in dieser Stadt diese Herausforderung angenommen“, freute sich Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. „Sie haben Ideen entwickelt und umgesetzt.“ Entstanden ist so in Kooperation mit der Bundesverwaltung für Immobilien das „Lütjenburger Modell“, die Parzellierung des Areals. Gefördert wurde das Projekt durch Mittel des Landes im Rahmen des Regionalmanagements Konversion. „Es ist ein Zeichen, dass es in Lütjenburg voran geht“, so Meyer. Für Lütjenburg entstehe mit der zivilen Nutzung der Kaserne nun ein neuer Stadtteil. „Und seien Sie sicher, das Land wird Sie dabei nicht allein lassen“, so Meyer weiter.

Nach dem Zeitplan sollen nun zunächst die beiden Zufahrtsstraßen saniert werden. Mitte Oktober soll sich die Kaserne dann ganz öffnen und die Tore abgebaut werden, sagte Sohn. Noch im Verhandlungsstadium seien Pläne für ein Wohnmobilpark und auch eine Nutzung des ehemaligen Stabsgebäudes durch die Polizei. Sie braucht dringend neue Räume.  

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