Ein Märchen der etwas anderen Art

Die Theater-AG der Voß-Schule probt zurzeit für das Stück „Das Schloss im Sumpf“.
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Die Theater-AG der Voß-Schule probt zurzeit für das Stück „Das Schloss im Sumpf“.

Mit „Schloss im Sumpf“ kommt eine Musik-Komödie auf die Bühne der Voß-Schule, die Lehrer der Weber-Schule geschrieben haben

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03. Juni 2014, 14:13 Uhr

Mit der Märchengroteske „Das Schloss im Sumpf“ bringt die Theater-AG der Voß-Schule in diesem Jahr erneut eine Komödie auf die Bühne. „Es gibt zwar die klassischen Märchenmotive mit König, Prinz und Hofnarr, allerdings verhalten sich die Rollen nicht wie gewöhnlich“, erklärt die Schülerin Helke Rüder, die in dem Stück als Magd auftritt. Die Lehrerin und Leiterin der AG, Janina Herrmuth, ergänzt: „Es stehen sich komische und böse Passagen gegenüber. An machen Stellen ist unser Stück sogar etwas gruselig.“

Die Geschichte spielt in dem heruntergekommen Schloss im Sumpf, das von dem König mit seinem Prinzen regiert wird. Obwohl die beides etwas unmotiviert sind und für den König das Essen im Mittelpunkt steht, ist ihr Reich das einzige, das noch nicht von der Herrin des Namenlosen Grauen unterworfen wurde.

Als eine Magierin dem Prinzen von einer wunderschönen Prinzessin erzählt, die von der Herrin gefangen gehalten wird, bricht dieser auf, um sie zu befreien und so die Welt zu retten. „Es lassen sich außerdem viele Anspielungen auf Shakespeare finden“, deutet Max Vogelreuther an, der den König spielt.

Ob es allerdings beim vierten Stück dieser Theater-AG ein Happy-End geben wird, möchte Herrmuth noch nicht verraten. „Bisher haben wir noch nie ein Stück mit klassischem Happy-End gespielt, aber das wäre mir auch zu spießig“, sagt sie und lacht.

Sie selbst ist mit dem Stück gut vertraut. Die Weber-Schul-Lehrer Hartmut Ihnenfeldt und Rudi Schnell hatten es 1995 geschrieben und inszeniert. Herrmuth, die damals selbst mitwirkte, blickt gerne auf diese Zeit zurück. Der Tod Schnells im vergangenen Jahr hat sie dazu bewogen, das Stück in diesem Jahr zu spielen. Da die Musik von einem ehemaligen Schüler passend auf das Stück geschrieben wurde, ist es eine besondere Herausforderung für die Schüler im Alter zwischen 15 und 20 Jahren, im Tempo zu bleiben.

Nach über 500 Zuschauern im letzten Jahr hofft die AG, wieder einen Erfolg landen zu können. „Wir spielen leider gegen die WM an“, bedauert Herrmuth. Premiere ist am Freitag, 13. Juni; weitere Vorstellungen folgen am 14. und 16. Juni. Karten gibt es im Sekretariat der Voß-Schule (2 Euro für Schüler,
4 für Erwachsene).

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