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„Ein letztes Mal Shakespeare“ im „Binchen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2017 | 16:52 Uhr

Das, was es bisher in ganz Deutschland noch nicht gibt, gibt es in diesem Stück: ein Seniorenwohnheim für alte Schauspieler. Georg und Fred sind zwei dieser Rentner. Für die alljährliche Wohltätigkeitsveranstaltung der das Heim betreibenden Stiftung haben sie sich etwas Besonderes ausgedacht: ein „Best-of“, wie man heute so schön sagt, von William Shakespeares Stücken – zu erleben am Sonnabend, 25. Februar, um 20 Uhr im Kommunalen Kino „Binchen“ bei „Ein letztes Mal Shakespeare“. Das Stück ist eine Inszenierung von Kaufmann & Co. Theater mit Masken, Puppen und Objekten.

Für Georg und Fred gestaltet sich die Umsetzung ihrer „Best-of“-Idee schwierig, denn erstens sind die beiden nicht mehr ganz so agil wie zu ihren aktiven Zeiten, und zweitens ist so gut wie nichts an Kulissen und Kostümen vorhanden. Aber dennoch machen sie sich frohgemut an das Werk: Arbeiten mit zufällig vorhandenen Requisiten, mit Puppen, mit den Kleidungsstücken ihrer Mitbewohner und versuchen, mit dem Schwung alter Bühnenstars die Fesseln des Alters von sich zu streifen. Dabei aber holt sie drittens ihre eigene Geschichte ein. Sie haben Mühe, sich aus ihren Erinnerungen an die Kindheit und die Last der Lebenserfahrungen herauszuarbeiten und die geplante Aufführung zu einem guten Ende zu bringen.

Alexandra und Eva Kaufmann, die sich auf offener Bühne in Georg und Fred verwandeln, spielen mit der Imagination auf eine doppelte Weise: sie stellen dar, was sie sich vorstellen. Und die Eutiner Theaterbesucher dürfen sich vorstellen, was Georg und Fred darstellen, wenn sie Shakespeare spielen wollen.


Karten zwischen zehn und 14 Euro gibt es, wie üblich, in der Tourist-Info Eutin am Markt. Reservierungen sind auch möglich über die Webseite www.kulturbund-eutin.de, und Restkarten könnte es an der Abendkasse geben.


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