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Ostholsteiner Anzeiger

20. November 2017 | 20:23 Uhr

Ein Leben für die Partei und Gewerkschaft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 15.Mai.2016 | 15:11 Uhr

Die Vollendung des 100. Lebensjahres war ihm nicht vergönnt: Paul Möller, langjähriger Kommunal- und Landespolitiker der SPD, ist am 8. Mai gestorben. Am 26. September wäre er 100 Jahre alt geworden.

Vier Staatsformen hatte Deutschland in der Lebenszeit des engagierten Sozialdemokraten und Gerwerkschafters: Zur Kaiserzeit 1916 in Fargemiel geboren, wuchs Möller während der Weimarer Republik auf. Er absolvierte nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre in der Landwirtschaft und besuchte gewerkschaftliche Internatsschulungen. 1932 schloss er sich dem SPD-nahen Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an.

In der Zeit des Nationalsozialismus betätigte er sich nicht politisch, arbeitete als Landarbeiter und trat 1937 seinen Wehrdienst an, der 1939 in den Kriegsdienst mündete. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1945 war Paul Möller für zehn Jahre wieder in der Landwirtschaft tätig.

1946 trat er in die SPD ein, 1947 in die Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft. 1953 wurde er Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Das Amt übte er bis 1978 aus.

1953 war auch das Jahr, in dem der verheiratete Vater eines Kindes erstmals in den Kreistag des Kreises Oldenburg gewählt wurde, dem er bis 1970 angehörte. 1959 bis 1970 war er Mitglied des Kreisausschusses, 1970 wurde er auch in den Vorstand des Zweckverbandes Ostholstein gewählt.

1955 wurde der traditionsbewusste, grundehrliche Möller ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Heringsdorf. Dieses Amt bekleidete er über Jahrzehnte.

1968 kam Paul Möller über die SPD-Landesliste als Nachrücker in den Landtag, dem er noch drei weitere komplette Wahlperioden bis 1983 angehörte. Möller war Mitglied des Ausschusses für Volksgesundheit, des Agrar- und Umweltschutzausschusses, im Eingabenausschuss und im Landeswahlausschuss an.

Die Trauerfeier findet Dienstag, 24. Mai, um 11 Uhr in der Sankt-Johannis-Kirche in Neukirchen (bei Oldenburg) statt.

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