Ein Leben für das „Wir-Gefühl“: Gudrun Kruse wird heute 80

geburtstag

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19. Januar 2015, 16:36 Uhr

Gudrun Kruse nimmt einen Stift und trägt nach einem Telefonat gerade einen neuen Termin in ihren Kalender ein. Der Februar ist schon fast ausgebucht. Im Januar ist gar nichts mehr frei. Halt, nicht ganz. Der heutige Donnerstag ist nicht für andere vergeben. Denn: Eutins frühere Bürgervorsteherin Gudrun Kruse feiert heute ihren 80. Geburtstag.

„Ich nehme mein Alter an und habe das Gefühl, dass ich mit den vielen Ehrenämtern gar nicht alt werde“, zeigt sich Gudrun Kruse dankbar. Sie bekleidet immer noch viele Ehrenämter, ohne die es für die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande irgendwie gar nicht mehr geht.

Trotzdem ist Gudrun Kruse ein Familienmensch. „Es würde manchen alten Menschen besser gehen, wenn sie über Generationen hinweg in ihren Familien eingebunden wären“, ist sie sicher. Sie wünscht sich, dass die Älteren mehr wahrgenommen und eingebunden werden. „Alle Menschen sollten mehr aufeinander achten, damit das Wir-Gefühl stärker wird“, ist der Rat der 80-Jährigen. Dass sie selbst mit 80 Jahren noch so gut drauf ist, liegt daran, dass sie von vielen Menschen getragen wird. So könne man sich gut in die Gesellschaft einbringen. Sie liebe eben die Menschen und wolle helfen. „Ich will auch weiterhin viel erreichen und schaffen, sagt Gudrun Kruse. Ihr Mann Günther, seit 1958 an ihrer Seite, würde allerdings gern mal etwas mehr unterwegs in Urlaub fahren.

Gudrun Kruse hat Ziele: „So lange es mir gut geht, will ich mich um Menschen kümmern, die mich brauchen. Die Gabe hat mir der liebe Gott gegeben.“ Dem will Gudrun Kruse heute mit einem Gottesdienst mit Pastor Bonse in der Fissauer Kirche danken. Mit dabei sind alle Geburtstagsgäste und der Eutiner Männergesangsverein. Gudrun Kruses Sohn, der Diakon Bernd Kruse aus Bad Segeberg, wird aus der
Bibel lesen und den Gottesdienst begleiten.

Danach geht die Gesellschaft ins Gasthaus Wittenburg zu Grünkohl und roter Grütze. Besonders freut sich Gudrun Kruse darüber, dass mit Bürgermeister Harald Burwitz und Wehrführer Horst Behrend zwei Vertreter aus Putbus dabei sind.

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