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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 00:49 Uhr

„Ein klares Zeichen“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Belegschaft des Max-Planck-Instituts spendet 1400 Euro für die Flüchtlingshilfe

von
erstellt am 16.Sep.2015 | 14:03 Uhr

„Ich war sprachlos, als ich von dieser Großzügigkeit gehört habe,“ verriet Elke Springer. Die Leiterin des Teams Jugend und Soziales, die im Lokalen Bündnis für Familie auch für „Willkommenskultur“ der Stadt Plön zuständig ist, hatte dabei eine Spende des Plöner Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie im Blick.

1400 Euro wurden ihr und Bürgermeister Jens Paustian im Rathaus von Prof. Dr. Arne Traulsen, Geschäftsführender Direktor, und Dr. Kerstin Mehnert, Pressesprecherin des Instituts, für die Flüchtlingshilfe in der Stadt überreicht. Traulsen und Mehnert berichteten, dass dieses Geld am „Tag der offenen Tür“ in der Cafeteria und mit einem Bücherbasar eingenommen worden seien (wir berichteten). Es sei damit praktisch eine Spende von der gesamten Belegschaft des Instituts, die Flüchtlingen in Plön zugute kommen soll.

„Die Welt wird leider nicht friedlicher“, stellte Bürgermeister Jens Paustian fest, die Stadt Plön sei natürlich bereit, bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu helfen. Derzeit seien in Plön etwa
60 Personen untergebracht, bis zum Ende des Jahres
dürften es an die 100 werden.
 Bei der Ankunft werde von ehrenamtlichen Aktiven zunächst geschaut, was die Flüchtlinge am meisten brauchten. „Sie bekommen am Ankunftstag zum Beispiel Lebensmittelpakete von der Stadt, damit das Notwendigste wie Brot oder Getränke schon mal vorhanden ist“, sagte Elke Springer. Aber auch Medikamente oder wichtige Dinge wie Decken und Jacken oder auch mal ein Schulranzen müssten gekauft werden. Die Flüchtlinge könnten auf jeden Fall jede Spende gut gebrauchen.

Das Max-Planck-Institut sei sehr international aufgestellt, berichtete Prof. Dr. Traulsen. Die Wissenschaftler aus 25 verschiedenen Ländern seien freilich in einer privilegierten Situation und kämen für einen kurzen oder längeren Zeitraum zum Arbeiten an das Institut.

„Um so mehr freuen wir uns über das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie wollten in dieser im Moment so aktuellen Frage ein klares Zeichen für Toleranz und Gemeinsamkeit und somit für die Willkommenskultur der Stadt setzen“, fügt Kerstin Mehnert hinzu.

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