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Eutin : Ein Kirchengarten als Ruhezone für die LGS

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Kirchenkreis Ostholstein beteiligt sich 2016 mit einem eigenen Garten und weiteren Aktionen an der Landesgartenschau in der Kreisstadt.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2015 | 04:00 Uhr

Dass die Kirchen sich bei Landes-, Bundes- oder gar internationalen Gartenschauen beteiligen, sei „gute Tradition“, sagte Propst Peter Barz gestern bei der Vorstellung der Garten-Planungen des Kirchenkreises Ostholstein fast ein Jahr genau vor Eröffnung der Landesgartenschau in Eutin. „Wir haben eine natürliche Affinität zum Thema“, ergänzt Pastorin Claudia Süssenbach, die kirchenseits für die LGS-Planungen die Fäden in der Hand hält: „Der Garten ist ein biblisches Thema – im Garten Eden beginnt alles und im letzten Buch der Bibel, im Buch der Offenbarung steht die Vision von einem Garten, der zwölf Monate Früchte trägt.“ Die Lage direkt am See und am LGS-Gelände seien perfekte Voraussetzungen.

Das Motto für den „Garten am frischen Wasser“, wie der Kirchenkreis Ostholstein die Fläche nennt, ist ein Bibelwort Jeremia „Wie ein Baum am Wasser gepflanzt“. Süssenbach: „Wasser und Bäume als Fokus für den Garten erlauben auch genügend Offenheit für andere Religionen.“ Denn neben der katholischen Gemeinde und der Freikirche, mit denen derzeit die Gespräche über eine Beteiligung laufen, würde sich LGS-Pastorin freuen, wenn auch Mitglieder muslimischen oder jüdischen Glaubens den Garten aktiv mitgestalten, der zur LGS „eine Oase der Entspannung, des zu sich findens“ werden soll, darüber hinaus aber auch im Reformationsjahr für die Öffentlichkeit in Teilen zugänglich sein soll.

Was erwartet die Besucher? Süssenbach: „Wir haben zwei wunderschöne geschützte Federbuchen, die einmal begrünt, wie ein Zelt wirken, unter dem beispielsweise eine Bühne stehen kann.“ Darauf seien neben regelmäßigen Gottesdiensten, Lesungen, Promi-Talks am Sonnabend oder Kleinkunst auch kirchliche Trauungen denkbar. Auch zwei gekappte Linden, „die eigentlich im Sterben begriffen trotzdem noch neue Triebe ausschlagen“ sollen besonders bespielt werden. „An sieben Stationen sollen die Besucher unser Motto erleben können und trotzdem dem LGS-Alltag entfliehen“, sagte Süssenbach. Damit das auf der großen Fläche möglich wird, verzichtet Propst Barz für 2016 auf den Teil „seines“ Propst-Gartens.

Doch auch außerhalb des eigenen Gartens spielt Kirche auf der LGS eine Rolle: Es soll einen Pilgerweg übers Gelände geben, in den Sommerferien legt das Jesus-Boot aus Schleswig für Lesungen auf dem Großen Eutiner See an. Auch ein großer LGS-Eröffnungs- und der Abschiedsgottesdienst mit Bischof Gothart Magaard auf der Sparkassenbühne ist geplant.

 

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