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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 12:08 Uhr

Ein Jahr für den Basketball

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Paula Kahmke absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Turnerschaft Riemann Eutin

Jeder Sport lebt von Erfolgserlebnissen. „Das Geräusch ist so schön, wenn der Ball ins Netz rauscht, ohne, dass er den Ring berührt“, schwärmt Paula Kahmke von ihrem Lieblingssport. Die 19-Jährige hat im Sommer ihr Abitur bestanden und absolviert bei der Turnerschaft Riemann Eutin ihren Bundesfreiwilligendienst, kurz BFD, mit dem Schwerpunkt Basketball.

„Ich wollte etwas für unseren Verein tun“, sagt Paula Kahmke. Die Turnerschaft Riemann hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport gemacht, das mit dem BFD vergleichbar ist. Der Unterschied besteht vor allem in der Altersbeschränkung, den BFD können auch Menschen absolvieren, die älter sind als 27 Jahre. Ihr Jahresprojekt ist ein Streetballturnier „3-on-3“, das jeweils drei Spieler pro Team vorsieht. „Das Turnier ist für das letzte Wochenende vor den Sommerferien geplant“, blickt Paula Kahmke voraus.

Sie selbst ist mit ihren 1,67 Metern Körpergröße Aufbauspielerin des Frauenteams der Basketballgemeinschaft (BG) Ostholstein, das in der Oberliga Schleswig-Holstein zu den Titelaspiranten gerechnet wird. Der kurze Antritt, das Dribbling und die Koordination von Bewegungsabläufen sind ihre Stärken. Ihre Freiwurfquote sei ok, verrät sie mit einem Lächeln. Sie beendet jedes Training mit einer Serie von 20 Würfen, damit das Ballgefühl erhalten bleibt.

Eigentlich hatte sie mehr mit dem Handballspiel im Sinn. Sie hat auf dem Sportgymnasium in Leipzig Handball gespielt. Und auch ihre Eltern sind mit dem Handball verbunden. Ihre Mutter Lydia hat 50 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert und war, nach ihrer Einbürgerung, Kapitän der australischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Sydney. Ihr Vater Ulf ist als Sportmoderator im Fernsehen bekannt und berichtet dort vor allem – über Handball. Paula Kahmke hat weiterhin etwas für das Handballspiel übrig. Sie helfe manchmal beim Training der D-Jugendlichen, sagt sie. Aber zurzeit ist Basketball für sie die absolute Nummer 1.

Mit dem Umzug nach Ostholstein hat sich die sportliche Vorliebe von Paula Kahmke geändert. Sie wechselte die Ballsportart: „Basketball ist so vielseitig, spannend und schnell, dafür sorgt schon die Regel, dass jeder Angriff nach 24 Sekunden abgeschlossen sein muss.“ Paula Kahmke legt großen Wert darauf, dass Basketball ein Teamsport ist: „An erster Stelle steht, dass das Spiel nur zusammen funktioniert. Die Spielerinnen müssen sich gegenseitig vertrauen können.“ Sie ist in vielen Bereichen aktiv, unterstützt Andrea Höch beim Training der Kleinsten, kümmert sich um die U17, in der 20 Spielerinnen aktiv sind, und fungiert bei den Frauen als Spielertrainerin, dort teilt sie sich das Coaching mit Raphael Bröker.

„Viele wollen nach Australien oder Neuseeland. Aber es ist schön, dass ich hier in Eutin etwas leisten kann. In unserem Verein gibt es drei Vorgänger, die das Freiwillige Soziale Jahr im Sport absolviert haben. Ich weiß, wie es funktioniert und ich kenne die Aufgaben“, sagt Paula Kahmke und geht in die Sporthalle der Weber-Schule, um mit den U17-Basketballerinnen zu trainieren.

Was hat sie nach dem BFD vor? „Vielleicht gehe ich ja nach Australien“, sagt sie. Menschen und Gebräuche sind ihr vertraut, sie hat als Kind vier Jahre dort gelebt.

 

 

 

 

 

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erstellt am 11.Nov.2014 | 18:00 Uhr

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