Ein hoher Baum als Leitbild der Zukunft

Leitbild für Kasseedorfs Zukunft ist ein großer Baum, aus dessen Krone der Blick in die Zukunft gerichtet ist und unter dem sich alle Generationen und Gruppen in der Gemeinde versammeln.
Leitbild für Kasseedorfs Zukunft ist ein großer Baum, aus dessen Krone der Blick in die Zukunft gerichtet ist und unter dem sich alle Generationen und Gruppen in der Gemeinde versammeln.

Kasseedorfer Bürger wünschen sich für ihr Leben in der Gemeinde eine sinnvolle Verbindung von Altem und Neuem / Internet, Radweg und Anrufbus im Fokus

von
12. Juli 2015, 11:59 Uhr

Die Zukunftsplanung in der Gemeinde Kasseedorf schreitet voran: Am Sonnabend wurden bei einem zweiten Workshop, der mit Bürgern und Kommunalpolitikern in Griebel stattfand, zahlreiche Ziele formuliert, die möglichst bis zum 11. Juli 2018 erreicht werden sollen. Die Verbesserung der Mobilität und ein lebendiges Miteinander der Einwohner stehen dabei im Fokus.

Innerhalb von sechs Stunden erarbeiteten die 24 interessierten Bürger unter Moderation von Dr. Stefan Doose zunächst ein Leitbild. Dann folgte die Definition konkreter Ziele, die Susanne Stoll mit der Technik des ‚Graphic Recording‘ sofort zeichnerisch visualisierte.

Die intensive Arbeitsatmosphäre ließ die Festlegung einer Reihenfolge der nächsten und wichtigsten Schritte noch offen. Dazu wurde ein weiterer Termin am 7. September um 18 Uhr im Feuerwehrhaus in Sagau vereinbart.

Nachdem es bei der ersten Zusammenkunft im Juni in Kasseedorf um eine Bestandsaufnahme und Positionsbestimmung gegangen war, sollte in Griebel ein Leitbild für die Gemeinde entwickelt werden. Als „Nordstern“ sollen diese Leitwerte über allem Handeln der Verantwortlichen für die Zukunft stehen. Die persönliche Begegnung ist dabei nach dem Willen der Teilnehmer ebenso wichtig wie der Erhalt der Umwelt und die bereits vorhandene Willkommenskultur.

Vorausschauend planen und die Balance zwischen Altem und Neuem zu bewahren sind weitere Anforderungen des Leitbildes, das zukünftig durch einen großen Baum symbolisiert werden soll. Aus seinen obersten Ästen schauen die Kasseedorfer in die Zukunft und begegnen sich generationsübergreifend unter der weit ausladenden Krone.

In drei Jahren schon soll sich demnach in Kasseedorf einiges geändert haben. Große Hoffnungen setzt man in das Lokalportal, ein von Kieler Studenten entwickeltes Online-Portal auf regionaler Ebene. Die Teilnahme hat das Amt Ostholstein-Mitte bereits beschlossen.

Kasseedorf will dabei durch eine eigene Koordinierungsstelle für ausreichend Inhalte und Teilnehmer in diesem sozialen Netzwerk sorgen, um so den Nutzen für die Bürger hoch zu halten. Die Koordinierungsstelle soll eine Schnittstelle zwischen Bürgern mit und ohne Online-Aktivitäten bilden, sprich: die digitalen Informationen auch auf Papier zugänglich machen oder gedrucktes Wissen in die digitale Welt transportieren. So sollen nachbarschaftliche Hilfen das Leben in den Dörfern für Familien und Senioren erleichtern.

Eine Erleichterung wäre auch die Einführung eines Anruf- oder Bürgerbusses, dessen Konzept in drei Jahren angelaufen sein soll. Nicht ganz so lange dürften die Einrichtung von Mitfahrer-Haltestellen und erneute Gespräche zur Optimierung der bestehenden, aber in den Dörfern vielfach als unzulänglich empfundenen Busrouten dauern. Ebenso soll alles dafür getan werden, dass die Gemeinde 2018 bereits ans Breitbandnetz des Zweckverbandes Ostholstein angeschlossen ist.

Weiterer Auftrag an die Politiker: für den schnellen Lückenschluss des Radweges entlang der L57 nach Eutin sorgen. Finanzielle Anstrengungen dürfte auch der geforderte Beitritt in die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz für die Gemeinde bedeuten. Diesen Schritt sahen die Bürger als logische Konsequenz aus dem Wunsch, das „Naturparadies Kasseedorf“ auch touristisch angemessen zu präsentieren und zu entwickeln. In Sagau soll 2018 ein Mehrgenerationen-Spielplatz lebendige Realität sein und für die gesamte Gemeinde ein Konzept zur Wohnraumversorgung vorliegen, damit ausreichend barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen und auch Zuzug von Familien, wie beispielsweise Migranten, möglich ist.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen