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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 04:39 Uhr

Ein Hochzeits(t)raum im Plöner Schloss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2016 | 13:15 Uhr

Der Hochzeitstag soll einer der schönsten Tage des Lebens werden. Der Ort der Trauung spielt dabei eine entscheidende Rolle. In Plön hatten Eheschließende bisher verschiedene Möglichkeiten für den Ort, an dem das Ja-Wort fällt: das Standesamt, das Prinzenhaus und sogar zu Wasser auf der MS Dieksee. Jetzt wird die Qual der Wahl für Pärchen mit Heiratswunsch noch größer, denn ab sofort sind Trauungen im Wahrzeichen der Stadt möglich: im Plöner Schloss.

„Nach dem neuen Personenstandsgesetz“, erklärte der Plöner Standesbeamte Marc Westerwelle, „kann die Gemeinde selber entscheiden, wo getraut wird.“ Die Bedingung für den Ort der Zeremonie sei ein würdiges Ambiente, sagte der Standesbeamte. Dieses, so lautete die Entscheidung der Kommune, bietet die Kapelle des Schlosses zweifellos. Für Lars Hellberg – Geschäftsführer der Fielmann Akademie – also ein logischer Schritt: „Und die meisten Brautpaare haben sich vor dem Schloss fotografieren lassen.“ Nachdem die Nationalsozialisten das Schloss 1933 übernommen und zur Nationalpolitischen Erziehungsanstalt umfunktioniert hatten, wurde aus der Kapelle ein Fahrradkeller mit weißgetünchten Wänden und einer Zwischendecke. „Dieser Ort wurde völlig entweiht“, fasste Hellberg zusammen. Erst Günther Fielmann ließ die Kapelle 2002 bis 2006 nach dem Vorbild ihres letzten Originalzustandes wieder herrichten. Seither finden dort unter anderem einige der Schlosskonzerte statt.

Nun soll die Kapelle auch der Ort für die Verbindung zweier Liebendensein. Für Paare, die nicht kirchlich heiraten, sich aber ein festliches Ambiente wünschen, ist die Kapelle optimal, so Hellberg. „Es ist ein sakrales Ambiente in einem nicht-sakralen Raum.“

Das neue „Trauzimmer“ Plöns steht ab sofort zur Verfügung. Eine standesamtliche Eheschließung im Schloss kostet etwa 410 Euro (Trauungs- und Nutzungsgebühr). Die Kapelle bietet Platz für 80 bis 140 Personen. Westerwelle und seine zwei Kolleginnen vollziehen jährlich 120 bis 140 Trauungen. Davon kommen etwa 25 Paare aus Plön, 20 aus den Randgemeinden, die übrigen aus dem gesamten Bundesgebiet.

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