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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 14:10 Uhr

„Ein Haus zu bauen ist einfacher“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wehrführer Stahl atmet auf: Freiwillige Feuerwehr Sagau hat nach mehrjährigem Warten und Bangen endlich ein neues Löschfahrzeug

von
erstellt am 21.Mär.2015 | 14:03 Uhr

Zwischen der Bedarfsplanung der Feuerwehr und der Schlüsselübergabe lagen lange drei Jahre: Das neue Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Sagau wurde am Sonnabend unter Anteilnahme der Bevölkerung von Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß feierlich der Wehr übergeben.

Im 2010 hatten die Sagauer Aktiven das ausrangierte Fahrzeug der Wehr Kasseedorf übernehmen müssen, da sich die Schiebetür des eigenen nicht mehr schließen ließ. Nachdem die Gemeinde dann die Ersatzbeschaffung beschlossen hatte, verging zwischen endgültiger Auftragserteilung und Auslieferung noch einmal ein knappes Jahr. Selbst die Zulassung klappte nicht reibungslos, was Wehrführer Martin Stahl so kommentierte: „Es ist in Deutschland einfacher, ein Haus zu bauen als ein Feuerwehrfahrzeug zu kaufen.“

Der Chef der Sagauer Wehr, zugleich Gemeindewehrführer, betonte, dass es sich bei dem neu beschafften Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, kurz TSF-W, nicht um ein „Spielmobil“ der Feuerwehr handele. Vielmehr bringe es die Wehr technisch einen Schritt voran. Neben einer Notstromversorgung und Beleuchtungseinheit hat das Fahrzeug nun auch 500 Liter Wasser und eine Schnellangriffseinrichtung an Bord. Zudem können zwei der sechs Mann Besatzung bereits bei der Anfahrt Atemschutzgeräte anlegen. Stahl hofft auf eine Attraktivitätssteigerung der Feuerwehr durch das Fahrzeug. Nicht nur die Jugend mit derzeit noch sieben Jugendlichen könne neue Gesichter vertragen.

Einen ganzen Tag waren die Aktiven damit beschäftigt die Ausrüstung vom alten in das neue Fahrzeug umzuladen. Dabei ist die Anordnung der Geräte identisch mit dem Löschfahrzeug aus Kasseedorf, was die Zusammenarbeit im Einsatzfall erleichtert. Bürgermeisterin Regina Voß zeigte sich bei der Schlüsselübergabe zufrieden mit dem Ergebnis. Von den 130000 Euro Anschaffungskosten muss die Gemeinde gut 30000 Euro tragen. Den Hauptanteil steuert das Land mit 80000 Euro bei, den Rest übernimmt der Kreis Ostholstein.


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