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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 02:11 Uhr

Ein Hauch von Bundesliga in Hutzfeld

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Alt-Herren-Kicker der SG Bosau/Bösdorf feierten trotz der 2:8-Niederlage gegen die Traditionsmannschaft des FC St. Pauli ein Fußballfest

Am Sonnabend gastierte die Traditionsmannschaft des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli bei den Alt-Herren der SG Bosau/ Bösdorf in Hutzfeld. Die Hamburger gewannen mit 8:2(3:0). Über den Sportplatz in Hutzfeld wehte ein Hauch von Bundesliga.

Der Bekannteste von ihnen ist wohl Ralf Sievers. Sievers wurde 1981 mit der deutschen U20-Nationalmannschaft in Australien Weltmeister. Sievers wurde in der Abwehr und im Mittelfeld eingesetzt und spielte acht Jahre lang in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt. Mit der Eintracht holte er 1988 den DFB-Pokal. Im selben Jahr trat Sievers für die Olympiamannschaft in Seoul an, die unter anderem mit Jürgen Klinsmann, Thomas Häßler und Karl-Heinz Riedle Bronze holte. 1990 bis 1993 spielte Sievers dann für den FC St. Pauli.

Hans-Jürgen Bargfrede spielte 233 Mal für den FC St. Pauli, davon 15 Mal in der Bundesliga. Der ehemalige Mittelfeldspieler ist übrigens der Vater vom Werder-Profi Philipp Bargfrede. Jürgen Gronau ist ein echtes Urgestein von St. Pauli. Er absolvierte 318 Spiele, darunter 117 in der Bundesliga.

Die Hamburger haben das Spielen nicht verlernt. Bargfrede und Sievers kontrollierten das Mittelfeld. Früh erzielte Flemming Nielsen das 0:1. Ralf Sievers erhöhte auf 0:2. Michael Fritz erzielte den 0:3-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Olympionike Christian Klees auf 1:3. Hans-Jürgen Bargfrede schoss das 1:4. Flemming Nielsen freute sich über seinen zweiten Treffer zum 1:5. Jürgen Gronau traf zum 1:6. Rudi Jeske korrigierte den Zwischenstand auf 2:6, ehe Flemming Nielsen mit zwei weiteren Treffern den 2:8-Endstand markierte. Das Ergebnis fiel vielleicht etwas zu hoch aus, doch das Resultat trübte die Freude über ein Spiel gegen die Ex-Profis nicht.

„Das war ein echtes sportliches Highlight. Aufgrund der technischen und spielerischen Überlegenheit gewann Pauli hoch. Wir selbst haben einfach zu viele Fehler gemacht. Doch das Publikum war begeistert. Die Pauli-Spieler sind sehr sympathisch, haben Autogramme gegeben und sich mit Spielern und Zuschauern unterhalten. Hinterher wurde gemeinsam gegessen, getrunken und miteinander
gefachsimpelt“, sagte der Bosauer Pressewart Ulf Witt nach der Veranstaltung.

Vor dem Spiel wurden Kurt und Renate Neumann aus Hutzfeld vom Bosauer SV verabschiedet. Seit dem Jahr 2000 ist das Betreiberehepaar für das Sportlerheim zuständig gewesen. Sie kümmerten sich in dieser Zeit rührend um die Teams, wuschen die Trikots und richteten den Platz her. Kurt Neumann ist sogar Mitglied beim Alt-Herren-Team. Beide hören aus Altersgründen auf und ziehen nun nach Malente. Das St. Pauli-Spiel war der würdige Abschluss für sie als Betreiber.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 11:24 Uhr

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