zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 09:31 Uhr

Eutiner Festspiele : Ein Finale zwischen Extremen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gala-Abende läuten das Ende der Saison auf der Freilichtbühne ein. Konzerte zwischen Regen und Sonnenschein.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Der Wettergott hatte in diesem Jahr ein Einsehen mit den Eutiner Festspielen. Viele Sonnentage lockten viele Zuschauer zu „Anatevka“ und zum „Troubadour“. Zum krönenden Abschluss der Openair-Saison gehören zwei Gala-Abende – doch Petrus war am vergangenen Freitag wohl nicht gut aufgelegt, schickte um Punkt 20 Uhr – zum Start des ersten Gala-Abends – dicke Regenwolken hinüber zur Freilichtbühne. Doch dunkle Wolken, Regenbrecher und deutlich abgekühlte Temperaturen konnten die Freude bei den Zuschauern über den bunten Blumenstrauß von beliebten Melodien aus Oper und Co. zum Finale der offiziellen Spielzeit 2014 nicht trüben. Nur wenige Fans der Festspiele hatten sich nicht mit Regenjacken, -hosen oder -schirmen bewaffnet. Und nur wenige verließen im strömenden Regen den Gala-Abend.

Geboten wurde den tapferen Zuschauern am Freitag – wie auch am freundlicheren Samstag – Einiges: von Richard Wagners Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ bis Ludwig van Beethovens „Mir ist so wunderbar“. Letzteres – das Quartett aus „Fidelio“ – wurde gekonnt dargeboten von Milana Butaeva (Leonore), Peggy Steiner (Marzelline), Ziad Nehme (Jaquino) und Christoph Woo (Rocco).

Souverän gab auch der Eutiner Festspielchor wie das Eutiner Festspielorchester unter der musikalischen Leitung von Urs-Michael Theus sein Bestes. Moderator Rainer Wulff amüsierte das Publikum am Freitag mit kleinen Seitenhieben auf das schlechte Wetter. So avancierten die Regenüberzüge des Chores zu „kecken Kostümen“, kurz vor der Pause wies Wulff die pitschnassen Zuschauer dann augenzwinkernd darauf hin, dass „Glühwein und Blasentee“ im Gastro-Bereich der Festspiele leider nicht erhältlich seien.

Der Hamburger, der in den 1950er Jahren in Eutin zur Schule ging und zwischen 2005 und 2007 Pressesprecher der Festspiele war, wurde am Samstag für seine Treue geehrt – denn seit 60 Spielzeiten begleitet der ehemalige NDR-Redakteur nun bereits die Festspiele, lobte Intendantin Dominique Caron. Am Freitag ehrte Caron Hans-Joachim Westphal: Der Eutiner besucht seit 1951 regelmäßig die Aufführungen. Als Dank gab es auch für ihn einen Blumenstrauß.

Nach dem Triumphmarsch aus „Aida“ und dem Schleswig-Holstein-Lied gab es stehende Ovationen beim abschließenden Feuerwerk und dem Radetzky-Marsch – trotz anhaltendem Regens am Freitagabend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen