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Schönwalde : Ein Fahrzeug von einem anderen Stern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

LF10 der Freiwilligen Feuerwehr Mönchneversdorf wurde in Dienst gestellt. Bei der Feierstunde wurde auch Gemeindewehrführer Matthias Hamann vereidigt.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 16:45 Uhr

Mit der Titelmelodie der Star-Wars-Filme und viel Theaternebel präsentierten die Kameraden der Feuerwehr Mönchneversdorf am Sonnabend nicht ohne Stolz ihr neues Löschfahrzeug, ein LF10. Gegenüber dem bisherigen TSF-W wirkt der allradangetriebene und voll gelängegängige MAN tatsächlich wie von einem anderen Stern. Dazu trägt auch das moderne Design des Aufbaus aus dem Hause Ziegler bei. Statt bisher 500 Liter Löschwasser führt „der Neue“ 3000 Liter mit, die auch mit einem Löschmonitor vom Dach des LF10 ausgebracht werden können. Vor der Fahrzeugübergabe vereidigte Bürgermeister Hans-Aflred Plötner den im Februar für sechs Jahre wiedergewählten Gemeindewehrführer Matthias Hamann.

Die Gastredner, angefangen beim Gemeindewehrführer über den Bürgermeister bis hin zum stellvertretenden Kreiswehrführer Michael Hasselmann, lobten die Kameradschaft innerhalb der vier Ortswehren der Gemeinde Schönwalde. Wäre es nach dem Alter der Fahrzeuge gegangen, hätte die Wehr in Hobstin ein neues erhalten müssen. Sie verzichteten zu Gunsten der Kameraden aus Mönchneversdorf. Mit einem Wohnheim für Behinderte und dem Bungsberg mit seinen neuen Gebäuden im Einsatzgebiet ist das LF10 dort für den Brandschutz erforderlich. „Der Alte“ wird zukünftig seinen Dienst in Hobstin versehen. Noch muss man ohne ihn auskommen, da bei einem der letzten Einsätze der Auszug der Tragkraftspritze beschädigt wurde. „Wir übergeben erst, wenn das Fahrzeug wieder flott und generalüberholt ist“, sagte Mönchneversdorfs Wehrführer Tim Hamann. Das sei Ehrensache.

Jörg Schumacher entschuldigte sich bei der Gemeinde, mit der Belebung des Bungsberges erst den Auslöser für die Anschaffung des LF10 gesetzt zu haben. Er freue sich aber mit den Kameraden, die er stets als einen verlässlichen Partner auf dem Bungsberg erlebe. So hatte der Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein auch einen Scheck über 101 Euro im Gepäck. „Für die Summe gibt es einen Grund. Wenn ihr ihn herausgefunden habt meldet Euch“, gab Schumacher allen ein Rätsel auf. Den Hobstiner Kameraden kündigte er als Anerkennung für das kameradschaftliche Verhalten ebenfalls Unterstützung an.

Etwa zwei Jahre hat es gedauert, bis aus der Anforderung aus dem Feuerwehrbedarfplan die Auslieferung des LF10 wurde. Dabei habe der Feuerwehrausschuss, der vornehmlich zum Bau des neuen Feuerwehrhauses in Schönwalde ins Leben gerufen wurde, gute Dienste geleistet, lobte Matthias Hamann die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. 293  000 Euro kostete das moderne Löschfahrzeug von denen rund 60  000 Euro der Kreis Ostholstein aus seinem Förderprogramm beisteuert.

Mit dem 3000-Liter-Tank des LF10 schafft die Gemeindewehr auch eine Redundanz für den 4000 Liter fassenden Wasserwerfer Baujahr 1964. Noch versieht der letzte von ursprünglich vier im Kreis beschafften Magirus-Deutz seinen Dienst. Während Motor und Getriebe noch lange halten dürften, sorgen die Besuche beim TÜV immer für ein Bangen bei den Kameraden.

Schönwaldes Pastor Dr. Arnd Heling attestierte den Bürgern angesichts der imposanten Technik zur gefühlten Sicherheit auch eine objektive Verbesserung und wünschte ganz im Stil der Fahrzeugpräsentation: „Möge die Macht mit Ihnen sein.“


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