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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 00:48 Uhr

Ein erfolgreiches Fußballhalbjahr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin 08 ist in der Schleswig-Holstein-Liga das Maß aller Dinge und hat sich einen stattlichen Vorsprung vor Flensburg 08 erarbeitet

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2016 | 20:12 Uhr

Zum Schluss kam für die Fußballer von Eutin 08 nicht das Beste, sondern die schlechteste Nachricht der Saison. Im Nebelspiel gegen den TSV Altenholz zog sich Florian Ziehmer einen Kreuzbandriss zu. Damit fällt der 27-Jährige voraussichtlich bis zum Saisonende aus. Das war ein negativer Schlussakkord am Ende eines Halbjahres, nach dem die Eutiner in der Schleswig-Holstein-Liga die Konkurrenz weit hinter sich gelassen haben.

Mit 51 Punkten und 51:13 Toren aus 20 Spielen haben die Eutiner die Favoritenstellung untermauert, die ihnen die Konkurrenten zugeschrieben hatten. „Von den Trainer der 17 anderen Mannschaften haben uns 20 auf Platz 1 gesehen“, sagt Trainer Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner mit einem Augenzwinkern. Hauptsponsor Arend Knoop den Aufstieg in die Regionalliga als Saisonziel vor. Dabei hatte Eutin 08 in der Vorsaison keineswegs enttäuscht, das Titelrennen in der Schleswig-Holstein-Liga erst auf der Zielgeraden gegen den SV Eichede verloren. „Die hohe Erwartungshaltung war schon ein großer Druck“, räumt Mecki Brunner ein, der seine Mannschaft lobt: „Wir sind damit sehr gut umgegangen.“

In den letzten Jahren hat sich die Fußballmannschaft zu einem Werbeträger für die Stadt gemausert. Mit stattlichen Zuschauerzahlen mit dem Rekord von mehr als 1000 im entscheidenden Duell gegen den SV Eichede belegten die Eutiner den neuen Stellenwert des Fußballs deutlich.

Mit Torwart Lennart Weidner, Florian Ziehmer, Dennis Voß, Jannik Fust, Lars Möller, Lucas Irmler und Björn Koch wurde der Kader ergänzt und verstärkt. Die Team mit dem sportlichen Leiter Peter Schubert, Trainer Mecki Brunner und Mäzen Arend Knoop bewies Augenmaß, gesatltete den ohnehin schon starken Kader so, dass die Spieler aus der Region kommen und menschlich miteinander auskommen. Parallel dazu bekam auch die zweite Mannschaft einen Schub: Sie führt die Kreisligatabelle nach 17 Spielen mit zehn Punkten Vorsprung souverän vor der SG Insel Fehmarn an.

Der Auftakt der Vorbereitung begann mit einem Paukenschlag, Eutin 08 ging im Stadion auf der Lohmühle gegen den VfB Lübeck mit 3:0 in Führung, dreifacher Torschütze war Jannik Fust, der aus der Verbandsliga von Blau-Weiß Löwenstedt zu den Eutinern gestürmt war und die Lübecker Abwehr mit seiner Schnelligkeit auseinandernahm. Zur Lübecker Ehrenrettung sei vermerkt: Es war das erste Spiel nach der Sommerpause mit dem neuen Trainer Rolf Martin Landerl und der VfB schaffte in dem munteren Testspiel in den letzten Minuten noch den 3:3-Gleichstand.

In die Punktspiele startete Eutin 08 mit einem 4:1 gegen den Kreisrivalen Strand 08, der nach einem Intermezzo in der Verbandsliga gleich wieder in die SH-Liga zurückgekehrt war. Zwar ging Strand 08 durch Marco Pajonk mit einer 1:0-Führung in die Pause, doch dann drehten Philip Nielsen (2), Florian Ziehmer und Christian Rave den Spieß zu einem 4:1-Sieg für Eutin 08 um. Strand 08 schwächte sich durch eine Gelb-Rote und eine Rote Karte selbst.

Den einzigen Ausrutscher erlaubte sich Tabellenführer Eutin 08 Anfang September mit der 1:2(0:1)-Niederlage beim SV Todesfelde. Den höchsten Sieg gab es mit 7:1 gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Auch im Kreispokal lief es für die Eutiner nach Wunsch, sie stehen im Finale, in dem sie im Mai auf den TSV Pansdorf treffen. Eutin 08 hat sich zudem zum dritten Mal hintereinander für das Hallen Masters qualifiziert, das am 14. Januar in der Kieler Sparkassenarena ausgespielt wird – und im Vorverkauf fast 1000 Karten an seine Fans abgesetzt.

Torsten Gutzeit, sportlicher Leiter beim TSV Schilksee brachte es vor der Saison auf den Punkt: „Die Fußballer von Eutin 08 können laufen, kämpfen und gut Fußball spielen, diese Mannschaft könnte schon jetzt in der Regionalliga mithalten.“ Der erste Rückschlag ist die Verletzung von Florian Ziehmer, mit der für ihn die Saison wohl vorzeitig beendet ist. „Das ist bitter, denn er passt nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragend ins Team“, sagt Mecki Brunner.

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