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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 23:04 Uhr

Eutin : Ein Erfolg ohne Nährwert?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Es sieht so aus, als ob die Abrissgegner beim Haus des Gastes erfolgreich sein werden. Aber es droht dem Haus eine zweijährige Nutzungspause.

von
erstellt am 25.Okt.2014 | 04:00 Uhr

Er ist greifbar, der Erfolg eines Bürgerbegehrens gegen den Beschluss der Stadtvertretung, das Haus des Gastes abzureißen. Aber es könnte ein nutzloser Sieg werden, weil dieses Gebäude nicht in das Konzept der Landesgartenschau (LGS) passt und es vermutlich zwei Jahre lang nicht einmal zugänglich sein wird.

Diese Aussicht wurde gestern Abend knapp 40 Menschen im „Neudorfer Hof“ eröffnet. Bei einer Versammlung der Initiative für den Erhalt erläuterte Stadtvertreterin Monika Obieray (Grüne), dass mit den Bauarbeiten für die LGS das Haus an der Stadtbucht im kommenden Jahr nicht genutzt werden könne. Und die Firma, die von den LGS nach einer Ausschreibung den Zuschlag für die Gastronomie bekommen habe, wolle das Haus aus Kapazitätsgründen nicht nutzen und lieber ein Gastronomiezelt aufbauen.

Damit unterfütterte Obieray eine Andeutung, die Malte Tech, FWE-Stadtvertreter und Sprecher der Initiative, gemachte hatte: Es gebe Signale aus der Stadtvertretung, dass es zwar keinen Abriss, aber auch keine Gebäudeunterhaltung geben werde. Dann müsste die Initiative ein weiteres Bürgerbegehren starten mit dem Ziel, die Stadt zur Sanierung des Hauses zu verpflichten.

Aus der Versammlung wurde mehrfach die Forderung erhoben, dass die Stadt das Haus sanieren und es doch noch irgendwie für die LGS genutzt werden müsse. Die Substanz des Hauses und auch des Anbaus seien keinesfalls marode, betonte der Architekt Udo Stücker.

Ein Erfolg des von der Kommunalaufsicht am 6. Oktober genehmigten Bürgerbegehrens gegen den Abriss, das die Stadt binnen drei Monaten organisieren muss, steht für Initiativen-Sprecher Eckhard Ahrens außer Frage: Wenn alle, die für das Bürgerbegehren unterschrieben hätten, auch zur Wahl gingen, habe man schon die notwendigen Prozente zusammen. Ahrens appellierte erneut an die Stadtvertretung, den Abrissbeschluss zurückzunehmen, damit man 15000 Euro für die das Bürgerbegehren sparen könne.

In der Versammlung wurde gestern ein fünfköpfiger Arbeitskreis gebildet. Der soll Modelle für eine mögliche künftige Nutzung des Hauses entwickeln.

 

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