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Ostholsteiner Anzeiger

27. Juli 2017 | 06:38 Uhr

HASSELBURG : Ein Abend der ersten Male

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Hörspielreihe „Die drei Fragezeichen“: 600 Fans verfolgten die Vorpremiere der mittlerweile 187. Folge auf Gut Hasselburg.

Anfang Mai erschreckte eine Meldung die Fans der Hörspielreihe „Die drei Fragezeichen“. Einer der Sprecher war gestorben. „Ich bekam ganz viele Anrufe, ob es uns gut gehe“, erzählte Oliver Rohrbeck am Sonnabend auf Gut Hasselburg. Doch sowohl der Sprecher des ersten Detektives Justus Jonas als auch Jens Wawrczeck (Peter Shaw) und Andreas Fröhlich (Bob Andrews) sind bei bei bester Gesundheit. Verstorben war Andreas von der Meden, der viele Jahre lang den Skinny Norris, Widersacher der drei Detektive, gesprochen hatte.

Bei der Vorpremiere der mittlerweile 187. Folge der Hörspielreihe auf Gut Hasselburg bezeichnete Rohrbeck dieses Ereignis als einen großen Einschnitt in diesem Jahr. „Andreas von der Meden war ein ganz feiner Mensch“, erinnerte er sich. Der zweite große Einschnitt sei der Wechsel des Erzählers gewesen. Ab der aktuellen Folge „Die drei Fragezeichen und das silberne Amulett“ führt Tatort-Kommissar Axel Milberg durch die Folge. Ein Glücksfall, wie Produzentin Heikedine Körting schilderte. „Wir konnten ihn engagieren, weil seine drei Söhne auch Drei-Fragezeichen-Fans sind.“ Auch Oliver Rohrbeck war von dieser Wahl begeistert. Noch am Tag vor der Entscheidung habe er Milberg in einer Naturdokumentation über die deutschen Wälder gehört. „Ich habe an seinen Lippen geklebt.“

Wie genau Milberg aber als Erzähler klingen würde, davon musste auch Rohrbeck sich überraschen lassen. „Ich war bei den Aufnahmen ja nicht dabei und habe die fertige Folge noch nicht gehört.“ Da hatte er etwas mit den über 600 Fans gemeinsam, die zur Vorpremiere gekommen waren. Die meisten von ihnen saßen dabei brav auf ihren Stühlen. Rund 20 Kinder aber machten es sich mit Kissen und Decken direkt vor der Bühne gemütlich, kämpften mit der Müdigkeit, spielten Szenen nach oder kicherten lauthals, als eine Figur als „Weltmeisterin im Popelweitwurf“ bezeichnet wurde.

Viele der Besucher zeigten schon durch ihre T-Shirts, dass sie bereits mehrere Drei-Fragezeichen-Veranstaltungen besucht hatten. Nicht so Rita und Gerhard Hoyer. Rita Hoyer hatte die Karte zum Muttertag geschenkt bekommen. „Natürlich kennen wir die Hörspiele durch unsere Kinder und Enkelkinder“, berichtete das Neustädter Ehepaar. „Gefällt uns gut, das ist gut gemacht hier“, so das Urteil von Gerhard Hoyer, der sich selbst als großen Krimi-Fan bezeichnete. Seine Frau fand es außerdem „herrlich“, die Kinder vor der Bühne zu beobachten.

Ebenfalls das erste Mal bei einer Vorpremiere war Familie Harke aus Malente. Rita Harke war gemeinsam mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und Freunden gekommen. „Ich hatte etwas anderes erwartet, eher wie ein Hörspiel auf der Bühne“, gab sie zu. Gefallen hat es ihr trotzdem. Auch wenn sie ein wenig enttäuscht war, dass Axel Milberg nicht auch anwesend war. „Ich habe die Drei Fragezeichen als Kind immer gehört und dann vor knapp 15 Jahren wieder angefangen“, sagte die 48-Jährige.

Eines ist Harke allerdings aufgefallen. „Man merkt schon, dass die Sprecher längst erwachsen sind und unser Alter haben.“ Kein Wunder, immerhin erschien die erste Folge bereits 1979. Ein Ende ist jedoch nicht abzusehen. Jedenfalls versprach Oliver Rohrbeck, im kommenden Jahr wieder eine Vorpremiere auf Gut Hasselburg zu veranstalten. „Denn hier im hohen Norden ist es doch immer besonders schön.“

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erstellt am 15.Mai.2017 | 06:00 Uhr

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