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Eutiner Traditionsausstellung im Museum : Eiermarkt lockt mehr als 2000 an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vielseitige Ausstellung mit neuen Trends im Museum. Die Stadt war am verkaufsoffenen Sonntag ebenfalls gut besucht.

shz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 19:00 Uhr

Die einen kommen, um „nur mal zu schauen“ und sich „etwas Neues für Ostern“ mitzunehmen. Die anderen suchen gezielt nach dem einen Ei, das kürzlich zerbrach oder in der Sammlung noch fehlt. Begeistert waren die Eierfans nach dem Besuch des 22. Ostereiermarktes im Ostholsteinmuseum allemal.

Die 26 Künstler waren teils weit gereist, um die Ergebnisse ihres liebsten Hobbys in historischen Gefilden zu präsentieren. Von Siek bei Ahrensburg über Bautzen in Sachsen bis hin zu den Niederlanden, Polen und Ungarn kamen die Aussteller. Und sie wissen, weshalb sie teilweise schon seit Jahren dabei sind. „Das Klientel eines reinen Eiermarktes ist ein ganz anderes. Viele Sammler und Menschen, die auch Geld für die Kunst ausgeben wollen oder sich einmal etwas gönnen“, sagt Petra Aumann aus Braunschweig. Sie zeigt eine spezielle Kratztechnik, mit der sie die Eier in nahezu jeder erdenklichen Größe gestaltet. Neben ihr entzündet ihr Mann bunt gestaltete Eier – eine neue Art des Öllämpchens. Auf gemischten Märkten kommen eher Familien, fügt sie hinzu. Für die seien die Preise oft zu hoch.

Leben, das bestätigt der Großteil der Aussteller, können sie von ihrer Arbeit dennoch nicht. Es sei ein außergewöhnliches Hobby, sagt Kerstin Dischereit aus Leipzig. Sie zeigt mit ihren Steam-Punk-Eiern – auf jedem ist ein Uhrwerk auf besondere Art und Weise verarbeitet – den „neuesten Schrei aus Amerika“. Auch das neue „Straußen-Ei-Phone“ ist eine Idee von ihr. Ihre Tochter hat sich von der Ei-Begeisterung mitreißen lassen und arbeitet neben dem Studium filigrane Fadeneier. „In Anlehnung an die Karten, die es früher gab, nur eben in 3D“, erklärt Dischereit. Ihr Lieblingsei? Ein kribbelbuntes „Puzzleei“. „Das habe ich mit meiner Tochter zusammengearbeitet. Auf einem Straußenei sind hier 161 Puzzleteile in mehr als 50 Techniken gearbeitet.“

Auch für traditionelle Ostereiliebhaber gab es allerhand zu sehen: Von der Hasenschule über Wilhelm-Busch-Motive bis hin zu floralen Mustern. Und wer dachte, Eier sind nur etwas für Ostern, der wurde am Stand von Renate Pütz aus Braunschweig eines Besseren belehrt: Ein Weihnachtsmann samt Sack und Tannenbäume in verschiedenen Größen auf grünem Ei gab es bei ihr zu sehen und Kaufen. Und einen vergessenen Hinweis: „Früher hängte man oft rote Eier an den Baum.“ Eierfreunde können so auch an Weihnachten Tannenbäume sehen, ohne dass sie nadeln.

Die Stadt war zum verkaufsoffenen Sonntag ebenso gut besucht wie die Ostereierausstellung im Ostholsteinmuseum. Die einen genossen die Sonne in den Cafés auf dem Markt, die anderen gingen auf Schnäppchenjagd.

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