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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 02:20 Uhr

Ehrungen für 335 Jahre Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 05.Jun.2016 | 15:55 Uhr

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Wochenende das Gemeindeefeuerwehrfest in Braak statt. Dabei räumten die durchtrainierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Thürk mit einer Zeit von 38 Sekunden für den Aufbau einer Wasserleitung wieder den ersten Platz ab.

Die Vorbereitungen erforderten viele ehrenamtliche Helfer. Das Fest wurde am Donnerstag mit einem Theaterabend der Dannauer Theatergruppe mit dem Stück „Een Leven na Edda“ eröffnet. Der Discoabend mit DJ Thommy lockte über 800 Besucher ins Festzelt.

Der Festtag am Sonnabend begann mit dem Umzug der acht Ortswehren und der Ehrengäste in Begleitung der Brassband der Feuerwehr aus Bad Schwartau. Bürgermeister Mario Schmidt lobte die Arbeit der Feuerwehren in der Gemeinde Bosau. Das Gemeindefeuerwehrfest sei eine Demonstration der guten Arbeit und der hohen Einsatzbereitschaft der Bosauer Feuerwehren. Schmidt dankte den Frauen und Männern für ihre ehrenamtliche Arbeit zum Wohl der Menschen in der Gemeinde Bosau.

Die folgenden Wettkämpfe waren aufgrund der sommerlichen Wetters sehr schweißtreibend. Doch eine von den Zuschauern erhoffte Dusche aus dem Feuerwehrschlauch blieb aus. Dafür traf der Wasserstrahl der überschwenglichen Thürker Freude die Kameraden aus Hutzfeld, die sofort Protest einlegten. Ein Zeichen, wie ernst die Wettkämpfe genommen werden. Das Problem wurde gelöst.

Die Mannschaft Thürk brachte nach 38 Sekunden Wasser aus drei Rohren und errang den Wanderpokal des Bürgermeisters, Hutzfeld-Brackrade folgte mit 41 Sekunden und erhielt den Wanderpokal des Bürgervorstehers. Den dritten Platz erreichte die Wehr Liensfeld-Kiekbusch mit 44,2 Sekunden. Besonders hervorzuheben ist der vierte Platz der Jugendfeuerwehr mit 47,8 Sekunden. Schade eigentlich: Wenn die Jugend unter die ersten drei gekommen wäre, hätte sich der Jugendwart seine Haare auf 3 Millimeter kürzen müssen, so die Wette. Bürgermeister Schmidt dankte Andreas Daum und seinem Helferkreis für die hervorragende Arbeit Jugendliche an das Feuerwehrhandwerk heranzuführen.

Bei dem Festkommers in der Halle von Familie Iding, die auch den Festplatz zur Verfügung gestellt hatte, wurden dann die Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Bürgermeister Schmidt gratulierte Andreas Riemke zum 57. Geburtstag und erinnerte daran, das Ehrenwehrführer Fritz Meyer von der Wehr Hutzfeld-Brackrade auch im hohen Alter an den Festen der Wehren teilgenommen hat und am 1. Juli sein 75-jährige Jubiläum erreicht hätte. Er dankte den Wehren für ihre Hilfe bei allen Notfällen, Bränden, Starkregenereignissen oder Unglücken. Sie gewähren unentgeltlich Hilfe und Beistand wenn andere in einer Notlage sind. Die Feuerwehren sind eine Gemeinschaft, die Menschen Hilfe leisten unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Ansehen der Person was gerade heute wichtig sei, in einer Zeit in der Intolleranz, Fremdenfeindlichkeit und Hass die freiheitliche Gesellschaft bedrohten.

Für 25-jährige Feuerwehrzugehörigkeit wurden Wolfhard Gronau (Majenfelde-Quisdorf), Torsten Westphal (Hassendorf) und Petra Geissler (Bosau-Kleinneudorf) mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Für 40 Jahre erhielten das Feuerwehrehrenkreuz in Silber Ingo Kahl und „Pink“ Jacobsen (Hassendorf), Rolf Behrens und Armin Penner (Majenfelde-Quisdorf). Als Premiere in Ostholstein wurden Udo Harder (Thürk) und Heinz Kramer (Hutzfeld-Brackrade) für 50 Jahre ausgezeichnet. Für 25 Jahre beim Kreisfeuerwehrverband Ostholstein in der Leistungsbewertung bedankte sich der stellvertretende Kreiswehrführer Michael Hasselmann mit einem Geschenk bei Peter Kühl.

Am Sonntag füllte sich abermals das Zelt. Mit einem ökumenischen Gottesdienst von Pastorin Sabrowski und Diakon Verführt begann der Vormittag. Im Anschluss erfolgte die Siegerehrung im Pokalschießen der Wehren. Bester Einzelschütze wurde Wolfgang Schmüth (Liensfeld-Kiekbusch) mit 191 Ringen. Bei der Jugendwehr war Noah Meyer mit 172 Ringen bester Einzelschütze. Den Wehrführerpokal sicherte sich Bastian Wroblewski (Bosau-Kleinneudorf). Bei der Mannschaftswertung setzte sich Liensfeld-Kiekbusch mit 737 Ringen
klar vor Hutzfeld-Brackrade, Braak-Klenzau und Bichel-Wöbs-Löja durch.

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