zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 05:45 Uhr

Eutin : Ehrenmal lassen oder versetzen?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Eutiner Bürgergemeinschaft und der Friedenskreis äußern sich kritisch zu den Plänen, den Obelisken auf dem Markt zu versetzen.

von
erstellt am 09.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Der Bauausschuss wird zwar erst nach der Sommerpause darüber abstimmen – doch die Diskussion um das Ehrenmal auf dem Eutiner Markt reißt nicht ab. Nachdem sich nun mehrfach Bürger zu der Frage der Versetzung des Ehrenmals auf dem Marktplatz zu Wort gemeldet haben (der OHA berichtete), werden auch die Eutiner Bürgergemeinschaft und der Friedenskreis erneut aktiv.

Für beide Institutionen sind die Befürworter bisher jegliche nachvollziehbare Begründung schuldig geblieben. So würden die Marktbeschicker keine die Notwendigkeit sehen, das Denkmal zu versetzen, so Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft Eutin. Das urbane Zentrum des Marktes sei wahrscheinlich ebenso tradiert, wie der Marktplatz selbst als Ort des Handels und des Gewerbes.

Doch auch die von einem Befürworter der Verschiebung zitierte Bundeswehr, die den zentralen Platz alle paar Jahre einmal zum Appell aus Anlass eines Kommandeurswechsels nutze, halte eine Versetzung für nicht angezeigt, sagt Jepp.

„Selbst Helge Nickel – der nicht immer unumstrittene Eutiner Veranstaltungsallrounder – freut sich zwar über jeden pekuniär nutzbaren Quadratmeter auf dem Markt, hält aber als jemand, der in einem früheren Leben mit architektonischen Fragen eng vertraut war, eine Verschiebung nur mit äußerstem Augenmaß für vertretbar“, sagt Jepp.

Per Köster, Geschäftsführer der Eutin GmbH, befürworte in einer Stellungnahme gegenüber dem Friedenskreis die Versetzung des seit 1875 an der Stelle der historischen Marktpumpe stehenden Denkmals. Nach seiner Ansicht wäre die winterliche Eisbahn, die seit wenigen Jahren im Dezember den Platz „ziert“, weniger hässlich, wenn mit Hilfe einer „Umbauung“ das Ehrenmal nicht verkleidet werden müsste. Außerdem sei nach seiner Ansicht die vom Rathaus beschattete Fläche des Marktes ohnehin sonst kaum nutzbar.

„Allein diese ,Begründung‘ sollte eigentlich jedem deutlich machen, dass es aus Eutiner Sicht weit mehr gute Gründe gibt, das Ehrenmal dort zu lassen, wo es ist, als es zu verschieben“, sagt Jepp. Und weiter: „Möglicherweise sieht ein externer Planer, der in der Stadt einen Auftrag ,abarbeitet‘, ohne sich in die Historie des Ortes einfühlen zu können, dies anders. Aber in dieser Frage sollte der gesunde Eutiner Menschenverstand vor auswärtigem Planerwissen Vorrang haben“, so Jepp.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen