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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 02:48 Uhr

Bundeswehr : Ehrenkreuz für einen Lebensretter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine hohe Auszeichnung erhielt der Polizeianwärter Martin Mandelkau beim Bataillonsappell in der Rettberg-Kaserne. Damit wurde sein selbstloser Einsatz zur Rettung von Menschen aus einem brennenden Haus in Lübeck gewürdigt.

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Eine außergewöhnliche Ehrung nahm Oberstleutnant Georg-Wilhelm Prinz zu Waldeck und Pyrmont gestern beim Jahresabschlussappell des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ vor: Vor zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft zeichnete der Kommandeur in der Rettberg-Kaserne den Polizeianwärter Martin Mandelkau mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus.

Damit wurde der Obergefreite der Reserve, wie Prinz zu Waldeck betonte, „für eine hervorragende Einzeltat soldatischer Pflichterfüllung unter Gefahr für Leib und Leben“ gewürdigt. Der ehemalige Soldat, der nun in Eutin zum Polizeibeamten ausgebildet wird, hatte im April zusammen mit Unteroffizier Tuncay aus der 4. Kompanie die Bewohner eines brennenden Hauses in Lübeck gewarnt. Dabei gelang es ihm. eine augenscheinlich hilflose 88-jährige Frau unter Einsatz seines eigenen Lebens aus ihrer Wohnung zu retten.

Zufrieden äußerte sich der Kommandeur in seinem Jahresrückblick, dass alle in Afghanistan eingesetzten Soldaten unversehrt nach Eutin zurückgekehrt seien. Sie hätten alle Aufgaben „mit Bravour bestanden und unserem Vaterland Ehre erwiesen.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Bataillon weitere Einsätze am Hindukusch auferlegt würden, bezeichnete er als „derzeit gring“. Auch für sich persönlich zog Prinz zu Waldeck ein positives Fazit: „Ich bin stolz darauf, einen so einsatzerfahrenen Verband führen zu dürfen.“

In seinem Resümee sprach er die wichtigsten Ereignisse des ablaufenden Jahres an, verbunden mit Lob für die große Leistungsbereitschaft des Bataillons. Neben den Schulungen auf zwei großen Brigadeübungsplätzen habe der engagierte Kampf gegen das Elbe-Hochwasser in Sachsen-Anhalt die Soldaten stark gefordert. Aber auch der Tag der offenen Tür zum hundertjährigen Bestehen der Rettberg-Kaserne sei mit rund 6000 Besuchern „ein wirkliches Highlight“ gewesen.

Der Oberstleutnant prophezeite seinen Soldaten, „dass das Jahr 2014 nicht wirklich zum Durchschnaufen geeignet ist“. So stünden bereits im ersten Quartal zwei Übungsplatzaufenthalte auf dem Plan. „Ziel soll es sein, dass wir am Ende des Jahres 2014 insgesamt un der Sicherheit der Anwendung der Grundsätze im Führen und Operieren von Aufklärungskräften des Heeres nach vorne kommen.“

Des Weiteren ist geplant, dass die Feldnachrichtensoldaten der 3. Kompanie wieder in den Kosovo verlegen. Ein Oberleutnant hat in dieser Woche dort Quartier bezogen, das erste Kontingent Soldaten wird Mitte Januar folgen.

Traditionell zeichnete der Kommandeur beim Appell verdiente Soldaten aus. So wurden der Oberleutnant Moritz Unkel, der Hauptfeldwebel Danny Kähler und der Oberstabsgefreite Enrico Harnack mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze sowie der Oberstabsfeldwebel Klaus Behring mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet.
Unter den zahlreichen Gästen waren die offiziellen Vertreter der Patengemeinden Eutin, Schönwalde, Süsel, Bad Schwartau und Lensahn sowie die Bundestagsabgeordneten Ingo Gädichens und Bettina Hagedorn. Kommandeur Prinz zu Waldeck würdigte bei ihrer Begrüßung die ungewöhnliche intensive Verbundenheit in der Region mit dem Eutiner Aufkärungsbataillon „Holstein“.



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