Malente : Ehrenamtliches Unkraut zupfen

Für Wulf Köpke war es der erste Hilfseinsatz auf dem Friedhof.  Er sorgte für einen ordentlichen Heckenschnitt. Fotos: Resthöft
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Für Wulf Köpke war es der erste Hilfseinsatz auf dem Friedhof. Er sorgte für einen ordentlichen Heckenschnitt. Fotos: Resthöft

Die Malenter Kichengemeinde hatte zum Pflegeeinsatz auf dem Friedhof in der Rosenstraße gerufen.

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12. September 2011, 10:46 Uhr

Es war wohl die starke Konkurrenz durch den Bauernmarkt, die dazu führte, dass zum Pflegeeinsatz auf dem Friedhof in der Rosenstraße nur rund 20 Helfer kamen. Bei der ersten Aktion, bei der im Mai der Waldfriedhof dran war, waren es noch knapp doppelt so viele.

Trotzdem waren Pastor Torsten Becker und Dieter Schott, Mitglied im Kirchenvorstand und Organisator des Arbeitseinsatzes, mit der Resonanz sehr zufrieden. "Es ist toll, dass es so viele Menschen gibt, die sich für den Friedhof engagieren", sagte Becker. "Wir arbeiten nicht nur für den guten Zweck, sondern auch zum Andenken an die Verstorbenen", hatte er zuvor an alle Helfer gerichtet.

Dieter Schott freute sich besonders darüber, dass viele Helfer am Sonnabend zum ersten Mal zum Helfen kamen. Zwei von ihnen waren Heidrun und Wulf Köpke. "Die eventuelle Schließung des Waldfriedhofes hat uns aufgerüttelt", sagte Heidrun Köpke. Dadurch werde einem erst einmal bewusst, was für Arbeit dahinter stecke. Sie und ihr Mann hatten sich generalstabsmäßig auf den Arbeitseinsatz vorbereitet: Neben der eigenen Heckenschere hatten sie auch noch Fugenkratzer und einen Laubbesen mitgebracht. Und während ihr Mann eine Hecke wieder in Form brachte, zupfte Heidrun Köpke Unkraut. Etwas für die Allgemeinheit tun - aus diesem Grund war Wolfgang Symalla gekommen. "Wenn man helfen kann, dann soll man helfen", sagte er.

Besonders Arbeiten, die die drei Malenter Friedhofsgärtner während ihrer Arbeitszeit nicht schaffen, standen auf dem Programm. "Das können wir dann ja gut machen", sagte Kirchenvorstandsmitglied Ellen Heesch, während sie Rasenkanten um Grabplatten abstach.

Eine besondere Aufgabe hatte Knut Wiedemann übernommen. Der Malkwitzer, der beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für die Forsten im Kreis Ostholstein zuständig ist, begutachtete den Gesundheitszustand der Friedhofsbäume. Mit dem, was er sah, war er recht zufrieden. "Der Zustand sieht bisher ganz gut aus", sagte er. Lediglich ein Baum muss demnächst noch genauer untersucht werden.

Derzeit überlegt der Kirchenvorstand noch, wie es mit dem Waldfriedhof weitergehen soll. Erste Ideen werden der Gemeinde auf der Gemeindeversammlung im November mitgeteilt. Eines steht aber fest: Im kommenden Jahr soll es wieder ehrenamtliche Pflegeeinsätze auf den beiden Friedhöfen geben.

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