Malente : Edwin Strehler ist neuer Bürgervorsteher

Stellvertretender Bürgervorsteher Günter Mölller (rechts) gratulierte Edwin Strehler zur Wahl.
Stellvertretender Bürgervorsteher Günter Mölller (rechts) gratulierte Edwin Strehler zur Wahl.

Der CDU-Politiker erhält ein einstimmiges Votum der Gemeindevertretung.

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18. November 2009, 10:49 Uhr

Bad Malente | Mit Edwin Strehler (CDU) auf dem Stuhl des Bürgervorstehers weht ein neuer Wind in der Malenter Gemeindevertretung. Das bekam als erster Vito von Eichborn (FWM) zu spüren. Er handelte sich - bei ansonsten harmonischem Sitzungsverlauf - den ersten Ordnungsruf des einstimmig gewählten Nachfolgers von Ulrike Behrens ein. Von Eichborn hatte in einer Kritik an den neuen Vergaberichtlinien des Bürgerpreises davon gesprochen, der Preisträger werde künftig womöglich "ausgekungelt" - eine Wortwahl, die Strehler nicht durchgehen lassen wollte.

Ulrike Behrens, die das Amt elfeinhalb Jahre innehatte und nun als Gemeindevertreterin in den Reihen der CDU-Fraktion Platz nahm, handhabte solche Bemerkungen wesentlich nachsichtiger, wie es ihr Stellvertreter Günter Möller (SPD) zum Ausdruck brachte: "Du hast uns sanft geleitet", charakterisierte er ihren Führungsstil. Nur einmal habe sie überhaupt die Glocke eingesetzt, um für Ruhe zu sorgen.
"Keine Müdigkeit vortäuschen"
Mehr als 150 Termine habe Ulrike Behrens jährlich bewältigt, rechnete Möller nach. Dabei habe sie das Amt "menschlich und natürlich, würdig und zuhörend" ausgeübt. Ulrike Behrens wünschte ihrem Nachfolger "stets eine glückliche Hand". Ihr eigener Wahlspruch sei stets gewesen: "Keine Müdigkeit vortäuschen", erklärte sie. 2001 habe sie eine schwere Krankheit überstanden, 2004 einen folgenschweren Unfall. Doch nun sei es auf einmal nicht mehr gegangen. Ein Grund dafür ist vielleicht auch erfreulicher Natur: Denn sie sei schließlich mittlerweile Oma, wie Möller verriet.

Möller selbst war für die zweite Personalentscheidung der Gemeindevertretung verantwortlich. Denn er war als Vorsitzender des Sozialausschusses zurückgetreten. Zu seiner Nachfolgerin wurde einstimmig Christel Küster (SPD) bestimmt. Bürgermeister Koch sah in den Rücktritten auch ein bedenkliches Signal für das Ehrenamt: Es habe ihn nachdenklich gestimmt, dass beide angegeben hätten, sie könnten das Amt nicht mit ihren beruflichen Anforderungen in Einklang bringen.

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