Edith Meyer ist seit 80 Jahren im TSV Sagau

Edith Meyer ist seit 80 Jahren Vereinsmitglied, was ihr Anerkennung von Birgit Kamrath-Beyer und Mirko Strunge einbrachte.
Edith Meyer ist seit 80 Jahren Vereinsmitglied, was ihr Anerkennung von Birgit Kamrath-Beyer und Mirko Strunge einbrachte.

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18. Februar 2018, 15:15 Uhr

Die Ehrung für 80 Jahre Mitgliedschaft im TSV Sagau rührte Edith Meyer zu Tränen. „Ich freue mich, hier sein zu dürfen“, waren zunächst die einzigen Worte der 94-Jährigen. Auch nach ihrem Umzug ins Seniorenheim sei sie beim Turnen geblieben und könne auf 40 Jahre Wassergymnastik zurückblicken, berichtete sie den Gästen der Jahresversammlung. Die erhoben sich von ihren Plätzen, um ihr Beifall zu spenden.

Zuvor hatte der Vereinsvorsitzende Mirko Strunge der Jubilarin die Ehrenplakette überreicht. Dafür hatte der Verein eigens seine Ehrenordnung angepasst. „80 Jahre Mitgliedschaft hatte sich wohl niemand vorstellen können“, sagte Strunge. Hätte es die Satzung zugelassen, wäre Edith Meyer bereits im Gründungsjahr 1937 eingetreten. Frauen und Mädchen wurden aber erst ein Jahr später aufgenommen. „Edith Meyer ist eine Frau der ersten Stunde. Die Ehre, die ihr gebührt, kann man nicht in Worte fassen“, lobte Strunge.

Bereits 1946 gehörte die Jubilarin mit damals 22 Jahren dem Ältestenrat an. Entsprechend beeindruckt zeigte sich Birgit Kamrath-Beyer. Die kommissarische Vorsitzende des Kreissportverbandes hatte sich trotz ihres eigenen Geburtstags auf den Weg nach Sagau gemacht, um der „Zeitzeugin aus den Kinderschuhen des Vereins“ noch „viele schöne Jahre und Gesundheit“ zu wünschen.

Ebenfalls 80 Jahre hält Erna Kloth dem TSV die Treue. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen die Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen und wird daher Besuch des Vorsitzenden bekommen. Mit einer persönlichen Ehrenmedaille für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Boris Aldenhoff, Tomas Leffler, Karsten Schau, Sacha Schütt und der Vorsitzende selbst geehrt.

Auch für die Vereinsführung hatte Birgit Kamrath-Beyer nur gute Worte übrig. Sportvereine müssten heute zukunftsorientiert aufgestellt sein. Sie müssten junge Menschen für das Ehrenamt gewinnen und durch ihr soziales Engagement allen Menschen gut tun, forderte sie. All das finde sich beim TSV. Dessen Vorsitzenden Strunge und Schriftführer Ulrich Scharf bestätigten die Mitglieder einstimmig in ihren Ämtern. Dem jungen Vorstand wünschte die Verbandsvorsitzende „Mut und Courage für richtungsweisende Entscheidungen.“

Dass diese bereits mit verschiedenen Kooperationen getroffen wurden, bestätigten Jürgen Fischer vom Griebeler SV und Kasseedorfs Bürgermeisterin Regina Voß übereinstimmend. Der TSV zeige, dass auch mit kleinen Mitteln viel erreicht werden könne, lobte Voß.

Nach einem Mitgliedereinbruch im vergangenen Jahr sei deren Zahl zu Beginn des Jahres wieder leicht auf 154 gestiegen, berichtete Strunge. Sportler zwischen sechs und 80 Jahren betrieben Breitensport beim TSV. Ähnlich groß sei die Altersspanne beim Zumba-Kursus, für den man mit Elena Trippel nun eine vereinsinterne Übungsleiterin gefunden habe. „Wenn wir so weitermachen, brauchen wir nicht bange sein“, sagte Strunge.

Da eines der Viertelfinale der Fußball-WM mit möglicher deutscher Beteiligung auf den Termin des geplanten Dorffestes falle, denke man derzeit über ein Public-Viewing-Angebot für alle Spiele der Nationalmannschaft nach, verriet Strunge. Darüber hinaus wolle man zusammen mit der Kasseedorfer Jugendpflegerin Conny Augustin ein E-Sports-Turnier auf der Spielekonsole mit dem Computerspiel „EA Sports Fifa“ ausrichten.

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