Bosau : Eberhard Rauch möchte Bürgermeister in Bosau werden

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Eberhard Rauch (Mitte) wird von der CDU-Fraktion – hier mit dem Fraktionschef Jochen Veen aus Braak (rechts) und seinem Stellvertreter Thomas Ehlers aus Liensfeld (links) – zum neuen Bosauer Bürgermeister vorgeschlagen.
Eberhard Rauch (Mitte) wird von der CDU-Fraktion – hier mit dem Fraktionschef Jochen Veen aus Braak (rechts) und seinem Stellvertreter Thomas Ehlers aus Liensfeld (links) – zum neuen Bosauer Bürgermeister vorgeschlagen.

Der 75-jährige CDU-Mann ist wohl nicht der einzige Kandidat: Holger Marohn (FDP) und Dr. Matthias Botzet (Grüne) sind auch im Gespräch für das Bürgermeisteramt.

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24. November 2018, 18:33 Uhr

Die Gemeindevertretung trifft am Montag, 10. Dezember, eine weitreichende Entscheidung. Es wird ein neuer Bürgermeister gewählt – als ehrenamtlicher Nachfolger für den aus dem Hauptamt scheidenden Mario Schmidt. Die CDU-Fraktion hat jetzt offiziell den 75-jährigen Eberhard Rauch aus Bosau nominiert.

„Eberhard Rauch ist in der Lage Menschen zu führen und zu leiten“, sagte CDU-Fraktionschef Jochen Veen am Sonnabend in Bosau. Die CDU halte Rauch für „unbegrenzt fähig und befähigt das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeister zu bekleiden“. Die Kandidatur Rauchs decke sich mit den Vorstellungen der CDU.

Seit 2000 wohnt der ehemalige Bundeswehroffizier und ehemaliger Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Ostholstein/Plön, Eberhard Rauch, in der Gemeinde Bosau. CDU-Gemeindevertreter ist er seit 2003, er war zehn Jahre Vorsitzender des gemeindlichen Bauausschusses und ist heute Stellvertreter von Bürgermeister Mario Schmidt, der zum 31. März 2019 in den Ruhestand wechselt.

„Ich wurde von vielen Seiten angesprochen, ob ich nicht Bürgermeister in Bosau werden möchte“, sagte Eberhard Rauch. Es sei für einen voll Berufstätigen schwer dieses Amt auszuüben. „Aber ich traue mir das Zeitmanagement zu“, sagte der fitte 75-Jährige.

Mit dem Wechsel vom Haupt- zum Ehrenamt darf, so Rauch, in der Gemeinde Bosau kein Bruch entstehen. Er will – wenn er denn von der Gemeindevertretung gewählt wird – danach gleich mit dem neuen Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Großer Plöner See ins Gespräch kommen. Bosau sei schließlich die größte Gemeinde im Amt. Bisher hatte Bosau die Geschäftsführung des Amtes inne. Das ändert sich zum 1. April 2019: dann wird die Bosau amtsangehörige Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten.

Rauch wird als Bürgermeister nicht Chef der Gemeindeverwaltung, die in Bosau nach vertraglicher Sicherung als Außenstelle des Amtes personell besetzt bleiben soll. Rauchs Themen werden die Infrastruktur und der Straßenbau aber auch Breitband, eine Verbesserung der finanziellen Basis der Gemeinde und ein besseres Mobilfunkangebot sein. Wichtig sei die Ansiedlung von Gewerbe im gerade geplanten Gewerbegebiet in Hutzfeld. Die Gemeinde Bosau habe mit 267 vom Hundert den geringsten Gewerbesteuersatz im Land. Bosau müsse junge Familien in die Gemeinde holen, weil die Infrastruktur dafür vorhanden sei. Zur Windkraft in Bosau sagte Jochen Veen: „Es geht mit der Planung des Gewerbegebietes nicht um die Verhinderung von Windkraftanlagen.“ Die CDU wolle Windkraft nach vorn bringen. Auch Rauch ist für Windkraft: „Die Förderung der Windkraft darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein.“

Nach OHA-Informationen wird Eberhard Rauch als CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt am 10. Dezember wohl nicht der einzige Vorschlag sein. Wie zu hören war, sind auch der Gemeindevertreter Holger Marohn von der FDP und Dr. Matthias Botzet von Bündnis 90/Die Grünen im Gespräch. Der Vertretung gehören CDU (8 Sitze), SPD, Grüne und BfB (jeweils 3 Sitze) und die FDP (2 Sitze) an. Rauch benötigt im ersten Wahlgang zehn Stimmen, ist also auf zwei Stimmen anderer Fraktionen in der Vertrettung angewiesen. Im dritten Wahlgang fällt diese Grenze.

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