DRK-Kita „Seeblüte“ hat jetzt ein Sprachboot

Wohl weithin einmalig: Das riesige „Sprachboot“ im Garten der Kita „Seeblüte“ des DRK-Ortsvereins. In seinem Bauch kommen Kinder zu Wort.
Wohl weithin einmalig: Das riesige „Sprachboot“ im Garten der Kita „Seeblüte“ des DRK-Ortsvereins. In seinem Bauch kommen Kinder zu Wort.

shz.de von
03. Juli 2018, 17:46 Uhr

Die Kita Seeblüte des DRK-Ortsvereins Plön hatte am Dientag mehrfach Grund zum Feiern: Die Einweihung eines riesigen „Sprachbootes“ aus Holz, gezimmert im Garten von Handwerksbetrieben aus der Region, eine Vernissage mit künstlerischen Werken der rund 70 Kinder und neun Mitarbeiter zum Thema „Sprachboot“, den Abschluss des gleichnamigen pädagogischen Projektes und das Sommerfest zum Ende des Kindergartenjahres.

Außerdem habe der Verein die Vergangenheit hinter sich gelassen und blicke optimistisch in die Zukunft, erklärte der 2. Vorsitzende Ulf Grünke. Mit Vorsitzendem Paul Barin, der die Idee für den Bootsbau hatte, und Kita-Leiterin Nicole Nissyt brachte er ein Schild mit der Aufschrift „Sprach-Kita“ vorn am Gebäude an. Die Kita Seeblüte beteiligt sich seit Mitte 2017 am Bundesprogramm Sprach-Kitas, das von 2016 bis 2019 läuft. Auf Antrag förderte der Bund die Kita mit 25 000 Euro für die Finanzierung einer halben Fachkraftstelle für die Umsetzung sprachlicher Bildungsarbeit im Alltag. Ziel sei laut Nissyt die möglichst frühe Stärkung der Sprachkompetenz.

In dem geschützten Raum und Rückzugsort des symbolträchtigen Bootskörpers erarbeiten die Mädchen und Jungen der Altersgruppe ein bis vier und drei bis sechs Jahre Regeln für die Nutzung des Sprachbootes, gründen ein Kinderparlament, besprechen Sachen, werden zum Sprechen ermutigt durch das Gefühl: „Ich habe eine Stimme, ich kann etwas bewirken, man hört mich.“ „Wir Erzieher sind Sprachvorbild und fördern spielerisch die Sprachkompetenz im Alltag“, erzählte Nissyt. In der Theorie und künstlerisch setzten sich die Lütten mit den Themen Mannschaft, Reisen und Bootsarten auseinander. Das Förderprogramm werde wohl weitergehen, betonte Grünke auf die Zukunft gerichtet.

„Wir müssen nicht mehr in die Vergangenheit gucken“, antwortete er auf die Frage nach dem Ausgang des Verfahrens gegen den ehemaligen Vorstand, der Waren für 160 000 Euro für die Renovierung des Kindergartens bestellte und offensichtlich bei sich zu Hause verbaut hatte. „Alle Verfahren sind abgeschlossen, alle Parteien haben Stillschweigen vereinbart, wir haben einen Vergleich geschlossen, sehen Sie sich um, das Haus ist frisch gestrichen“, sagte Grünke. „Der Verein arbeitet nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Niemand muss sich um den Verein und die Kita Sorgen machen. Es soll immer ein Haus für die Kinder der Stadt Plön sein.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen