Dreifeldhalle weiter in der Kritik

Ein Schulzentrum mit Grund- und Gemeinschaftsschule stellt sich die FWE am Kleinen Eutiner See vor.
Ein Schulzentrum mit Grund- und Gemeinschaftsschule stellt sich die FWE am Kleinen Eutiner See vor.

FWE erarbeitet Pläne für ein Schulzentrum mit Sporthalle am Kleinen Eutiner See / Info-Veranstaltung für Anfang Juli geplant

Raissa Waskow von
26. Juni 2018, 12:43 Uhr

Für viele Kinder ist der Sportunterricht der Höhepunkt in ihrem Stundenplan. Dann kann gemeinsam mit den Klassenkameraden um die Wette gelaufen oder Volleyball gespielt werden. Doch viele Eutiner Eltern machen sich Sorgen um die Sicherheit der Schüler auf dem zukünftigen Weg in die Sporthalle. Läuft alles wie geplant und beschlossen, soll im Herbst der Bau der neuen Dreifeldhalle am ehemaligen Güterbahnhof beginnen.

Dieser Standort ist jedoch umstritten – wie auch die Internetseite von Thorben Junge, einem Vater aus Eutin, zeigt. Unter www.sporthalle-eutin.de listet er nicht nur die politischen Beschlüsse, sondern auch Hintergrundinformationen und entsprechende Bedenken auf. Der Weg von der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule (WWS) zur zweistöckigen Dreifeldhalle würde unmittelbar an der Elisabethstraße entlang führen. „Morgens und nachmittags sind dort bis zu 1300 Fahrzeuge pro Stunde unterwegs“, heißt es auf der Internetseite. Die zur Zeit angestrebte Lösung sei keine gute Lösung.

Dem stimmt auch die Freie Wählergemeinschaft Eutin (FWE) zu und hat alternativ ein Konzept für ein Schulzentrum mit Grundschule und WWS am Kleinen Eutiner See entwickelt. „Die Fläche, auf der sich aktuell noch die Grundschule befindet, ist 2,4 Hektar groß und bietet bei optimaler Nutzung ausreichend Platz für eine Dreifeldhalle, einen Sportplatz, Parkplätze und ein Schulgebäude mit Platz für 800 Schüler“, sagt der wählbare Büger der FWE-Fraktion Ivo Stock. Er ist auch Mitglied im Schulausschuss. „Die Planung sieht außerdem getrennte Schulhöfe und eine direkte Verbindung der Halle mit dem Hauptgebäude vor“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Malte Tech. Durch die Verlegung des Sportplatzes an den See sinke außerdem die Schallbelastung für die Anwohner. „Es ist davon auszugehen, dass das Schulgebäude die Lautstärke zusätzlich dämpft“, erklärt Malte Tech.

„Die anderen Fraktionen sagen immer wieder, dass der Platz nicht ausreicht, aber bei näherer Betrachtung liegt das nur an der aktuellen Bebauung“, so Ivo Stock. Die alten Gebäude der Grundschule seien nicht mehr zeitgemäß und würden mit ihren langen Gängen und ihrer einstöckigen Bauweise wertvolle Fläche ungenutzt lassen.

Über die Kosten des Schulzentrums könne die FWE zu diesem frühen Planungszeitpunkt noch keine genauen Angaben machen. „Dadurch, dass wir nur noch eine Sporthalle bauen würden, könnten wir jedoch Summen in Millionenhöhe sparen“, vermutet Ivo Stock. Die Stadt plane neben dem Bau der Dreifeldhalle am alten Güterbahnhof auch den Bau einer neuen Sporthalle auf dem Gelände der Grundschule. „Während der Bauarbeiten am Schulgebäude kann außerdem der Unterricht ohne Beeinträchtigungen fortgesetzt werden“ gibt Malte Tech zu bedenken. Das neue Gebäude könne während der Bauarbeiten mit einem Zaun von der Grundschule abgegrenzt werden.


Weitere Informationen gibt es am Montag, 9. Juli, um 19 Uhr bei einer Info-Veranstaltung in den Schlossterassen.

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