Umbau im Ostholsteinmuseum : Drei Monate Pause im Museum

Dr. Frank Baudach (links) führte durch die Hellwag-Ausstellung.
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Dr. Frank Baudach (links) führte durch die Hellwag-Ausstellung.

Der erste Stock und die ständige Ausstellung des Museums am Eutiner Schlossplatz werden erneuert. Wesentliche Änderungen bei den Exponaten zu “Eutin um 1800“ wird es aber nicht geben.

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25. November 2013, 18:00 Uhr

Auf den Gedanken könnte man ja schon mal kommen, dass auf das zehnköpfige Team des Ostholstein-Museums drei ruhige Monate warten. Aber weit gefehlt: „Wir werden wahrscheinlich doppelt viel arbeiten müssen“, ahnt Museumsleiterin Dr. Julia Hümme bei einem Blick auf die kommenden Wochen. Denn im Museum steht die Renovierung der ersten Etage bevor, damit verbunden ist eine neue Präsentation der ständigen Ausstellung.

Der Kreis als Eigentümer des Gebäudes hat Geld für einen neuen Fußbodenbelag locker gemacht: Im ersten Stock soll ebenso wie schon im Erd- und im Dachgeschoss ein hoch belastungsfähiger PVC-Boden verlegt werden, der optisch von einem Dielenboden kaum zu unterscheiden ist. Dafür muss derr alte Teppichboden weichen.

„Wenn wir schon einmal dabei sind, überarbeiten wir auch die Austellung. Am Mitwoch beginnen wir, alle Ausstellungsstücke und die Vitrinen ins Erdgeschoss zu bringen“, sagt die Chefin. Wenn der neue Fußboden liegt, sollen auch die Wände neue Farbe bekommen. Und es gibt neue Stellwände. „Insgesamt soll alles etwas heller werden. Und das Grün wird verschwinden, die Farbe eignet sich nicht als Hintergrund für Gemälde. Das Tischbeinrot dagegen wird bleiben“, skizziert Dr. Hümme einige Ziele der Renovierung.

Vieles sei aber noch nicht entschieden, sondern werde im Laufe eines Prozesses entstehen, deutet Dr. Hümme weiter an. Grundsätzlich solle die Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Eutin um 1800“ bleiben, aber einen kleinen Teil der Exponate wolle sie gerne tauschen. „Es gibt so wertvolle Dinge im Magazin, vor allem Gemälde, die es verdienen, gezeigt zu werden.“ Aber welche in die neue Ausstellung passen, werde sich erst ergeben, wenn die Maler den Raum verlassen haben.

Für das Museumsteam bleiben so „dankbare“ Aufgaben wie die Neugestaltung der Vitrinen, was neue Erläuterungstexte einschließt. „Vieles werden wir natürlich übernehmen, aber manchmal möchte man auch eine neue Erläuterung geben.“

Das Museum ist ab sofort geschlossen und wird erst Anfang März wieder geöffnet. Der Beginn von neuen Sonderausstellungen am 6. März im Dachgeschoss und am 9. März im Erdgeschoss stehen fest. „Vielleicht machen wir Anfang März einen Tag der offenen Tür“, überlegt Dr. Hümme.

Zum Beginn der drei Monate Umbaupause gab es gestern eine „Finissage auf drei Ebenen“ mit diversen Führungen von Dr. Hümme und Dr. Frank Baudach durch die Sonderausstellungen, mit Klaviermusik von Lukas Schaaf und einem vergnüglichen Programm im Physiksaal, bei dem Armin Diedrichsen und Wagners Salonensemble in Heinrich Spoerls einmalige Pennälerwelt „Die Feuerzangenbowle“ entführten.

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