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Gemeinde Süsel : Drei-Meter-Schlange beobachtet

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ein 55-jähriger hat auf einem Radweg bei Bujendorf eine mindestens drei Meter lange Würgeschlange gesehen. Er ist sicher, dass es sich um eine Python handelt.

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erstellt am 01.Aug.2014 | 04:00 Uhr

Eine exotische Entdeckung machte vergangene Woche ein Bujendorfer beim Spaziergang nahe dem Rastplatz an der Hohen Wehde: eine große Schlange. Sie sei mindestens drei Meter lang und 20 Zentimeter dick gewesen, schilderte der 55-Jährige, und sie habe sich über den Radweg in einen Knick geschlängelt.

Eine Sommerlochgeschichte? Der Zeuge sei glaubwürdig, sagte Jürgen Bähnk vom Ordnungsamt Eutin. Ernst genommen wird die Beobachtung auch von der Polizei und der für Artenschutz zuständigen Unteren Naturschutzbehörde (UNB)
des Kreises Ostholstein. Polizeibeamte haben an der Hohen Wehde das Umfeld abgesucht, aber keine Schlange gefunden. Gabriele Sontag von der UNB sieht keinen Grund zur Panik: „Schlangen sind eher scheu und flüchten vor Menschen. Und es wird vermutlich niemand auf die Idee kommen, eine solche Schlange anzufassen.“

Bleiben zwei Fragen. Um was für eine Schlange handelt es sich? Der Zege beschrieb sie dem OHA als braun gefleckt, angesichts der Größe müsste es sich um eine Würgeschlange der Art Python (Foto) handeln. Solche Tiere habe er im Urlaub im Asien gesehen. „Einheimische haben mir gesagt, dass sie vor diesen Schlangen einen Riesenrespekt haben.“

Frage Nummer zwei: Wo kommt sie her? „Für Pythons und Boas gibt es keine Meldepflicht“, sagt Gabriele Sontag. Deshalb könne man auch keine Halterabfrage machen, ob vielleicht eine Schlange „entlaufen“ ist.

Wer das Tier sieht, sollte die Polizei über den Notruf 110 verständigen. Falls die Schlange nicht mehr entdeckt wird, muss die Geschichte trotzdem kein Märchen sein. Sontag: „Einen normalen Winter dürfte eine Python oder Boa im Freien nicht überleben“.

 

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