Malente : Dorfvorstand würdigt Norbert Neu

Sie bilden den neuen Dorfvorstand: (von links) Uta Moehl, Claudia Priewe, Holger Schöning, Peter Haas und Klaus Dudek.  Schröder
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Sie bilden den neuen Dorfvorstand: (von links) Uta Moehl, Claudia Priewe, Holger Schöning, Peter Haas und Klaus Dudek. Schröder

Der Malkwitzer Dorfvorsteher verstarb kurz nach dem Ende seiner Amtszeit. Holger Schöning ist sein Nachfolger.

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23. Januar 2019, 15:00 Uhr

Die Zukunft seines Dorfes lag Norbert Neu auch in seinen letzten Tagen noch am Herzen. „Wir haben ihm noch am Abend der Wahl Bericht erstattet“, erklärt Holger Schöning und meint damit die Wahl des neuen Malkwitzer Dorfvorstands, an dessen Spitze Schöning nun steht. Der 61-Jährige Elektroingenieur im Vorruhestand ist damit Neus Nachfolger. 32 Jahre war Neu im Dorfvorstand, davon zehn Jahre als Dorfvorsteher. „Er ist die Seele des Dorfes schlechthin gewesen“, blickt Schöning auf das Wirken seines Amtsvorgängers zurück, der zum Zeitpunkt der Dorfschaftsversammlung schon schwer erkrankt war. Nur wenige Tage später, am 1. Dezember, erlag er im Alter von 74 Jahren seinem Leiden.

Neu habe Malkwitz gelebt und geliebt, sagt Schöning. Und seine Stellvertreterin Claudia Priewe ergänzt: „Er hat Menschen zusammengebracht – von Jung bis Alt.“ Neu organisierte Kinderfeste, Laternenfeste oder Fahrradtouren. Der passionierte Jäger und gelernte Landwirt war seinem Dorf auch beruflich verbunden. Er arbeitete einst als Wirtschafter auf dem Ingenhof. Sein enormes Engagement für Malkwitz zeigt sich auch an seinem Wirken im Verschönerungsverein, dessen Vorsitzender er von 1977 bis 2012 war.

Holger Schöning gehört dem Dorfvorstand bereits seit zehn Jahren an. Jetzt habe er auch die Zeit, den Vorsitz zu übernehmen. „Da ist doch einiges zu tun“, sagt Schöning – so seien Termine mit Behörden wahrzunehmen oder Ausschusssitzungen zu besuchen. Er ist froh, mit Claudia Priewe, Uta Moehl und Klaus Dudek drei erfahrene Mitstreiter an seiner Seite zu haben. Denn in der vergangenen Amtsperiode habe sich der Vorstand als gutes Team erwiesen. Dem gehört nun auch als einziges neues Mitglied Peter Haas an.

Der neue Vorstand wolle nun erst einmal „unauffällig weitermachen“, erklärt Schöning. „Im Laufe des Jahres werden wir überlegen, wo wir Akzente setzen können für die Dorfverschönerung und -belebung.“ In Angriff nehmen will Schöning auf jeden Fall die Wiederbelebung des Malkwitzer Internetauftritts unter der Adresse www.malkwitz.de, der zurzeit auf die Seite der Gemeinde Malente umgeleitet wird.

Zu den allgegenwärtigen Themen der Dorfschaftsversammlung gehörte auch die Frage, wann Malkwitz endlich mit Glasfaser versorgt werde. „2019 wird das nichts mehr“, fasst Schöning die Antwort von Bürgermeisterin Tanja Rönck zusammen. Ebenfalls ein Dauerbrenner ist der Zustand des ehemaligen Hotels Bruhnskoppel. An der Antwort der Verwaltung habe sich jedoch nichts geändert, bedauert Schöning. So lange von dem Grundstück keine Gefahr ausgehe, seien der Gemeinde die Hände gebunden. Begrüßt wird vom Dorfvorstand, dass in diesem Jahr endlich Bruhnskoppeler Straße und Weg ausgebaut werden sollten, was ursprünglich schon 2018 geschehen sollte. Das sei auch unter touristischen Aspekten wichtig, sei Malkwitz doch durch das Weingut Ingenhof und den Ziegenhof recht bekannt.

Angesprochen worden sei auch eine Geruchsbelästigung durch eine Pumpstation am Dorfteich, über die Anwohner seit vielen Jahren klagten. Hier habe Bürgermeisterin Rönck ein Gespräch mit dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) angekündigt. Ein Thema, auf das der Dorfvorstand erst nach der Dorfschaftsversammlung aufmerksam wurde, ist die von den Kieswerken Sieversdorf geplante Erschließung einer neuen Kiesabbaufläche. Der Planungsausschuss hatte dafür im Dezember den Aufstellungsbeschluss für eine Änderung des Flächennutzungsplans gefasst. „Wir werden das jetzt beobachten“, kündigt Schöning an. Dabei wolle man darauf achten, ob die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten würden.

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