Eishockey in Timmendorfer Strand : Doppelte Bruchlandung

Szene mit Symbolcharakter: Daniel Clairmont (re.) landet unsanft auf dem Eis.
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Szene mit Symbolcharakter: Daniel Clairmont (re.) landet unsanft auf dem Eis.

Oberliga: EHC Timmendorf verliert 3:9 gegen Hannover und 1:11 in Herne.

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05. Dezember 2017, 10:45 Uhr

Timmendorfer Strand | Zwei Spiele, 4:20 Tore – der EHC Timmendorf musste in der Eishockey-Oberliga ordentlich einstecken und wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg. Der Tabellenletzte erlitt mit dem 3:9(0:4, 1:2, 2:3) gegen die Hannover Indians und dem 1:11(1:4, 0:3, 0:4) beim Herner EV zwei weitere Bruchlandungen .

Die 407 Zuschauer, darunter ein Großteil aus Hannover, sahen auf dem Timmendorfer Eis zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase zwischen dem EHCT und den Indians aus Hannover. In der 11. Minute ging der Tabellenvierte nach einer starken Einzelleistung von Branislav Pohanka in Führung. Kurz darauf kassierte Jason Horst nach einem Bandencheck mit Verletzungsfolge eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die fünfminütige Überzahl nutzten die Gäste aus Niedersachsen, um auf 4:0 davon zu ziehen. Damit war die Partie entschieden und wurde zu einer Lehrstunde für die Timmendorfer.

Hannover schaltete ab dem zweiten Drittel einen Gang zurück, ohne die Kontrolle über das Geschehen zu verlieren. Timmendorf resignierte, nur Goalie Jan Dalgic und Verteidiger Petr Gulda stemmten sich gegen das drohende Debakel. So erhöhten die Indians in schöner Regelmäßigkeit, während das Team von Steve Pepin mit den Treffern von Daniel Lupzig und Max Wasser (2) immerhin etwas für die Statistik tat.

Die deftige Niederlage sorgte auf den Rängen für Unmut. Während viele enttäuschte Zuschauer vorzeitig die Halle verließen, war aus dem Fanblock ein deutliches „Wir haben die Schnauze voll“ zu vernehmen.

Auch beim Herner EV blieben die Schleswig-Holsteiner den Beweis ihrer Oberliga-Tauglichkeit schuldig. Die Gäste reisten ersatzgeschwächt mit nur drei Verteidigern an und lagen bereits nach dem ersten Drittel mit 1:4 zurück, wobei Cedric Montminy den Treffer für die Timmendorfer erzielte. Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den dezimierten Ostholsteinern die Kräfte, sodass Herne leicht zu den weiteren Toren und zu einem zweistelligen Sieg kam. Die Schuss-Statistik von 52:26 veranschaulichte die Kräfteverhältnisse.

Am Freitag (20 Uhr) empfängt das Schlusslicht die Moskitos aus Essen und tritt am Sonntag (16 Uhr) bei Preußen Berlin an. In beiden Spielen bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung, um zumindest eine kleine Chance zu haben.

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