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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 23:54 Uhr

Dörfer zur Begegnung in Bewegung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lebendige Adventskalender in der Gemeinde Kasseedorf – Sagau, Griebel und Co. machen mit

Adventskalender mit 24 Überraschungen für Kinder haben eine lange Tradition. Um Türen, die sich öffnen, geht es auch bei einem neuen Trend: dem „lebendigen Adventskalender“. In Städten oft täglich vor dem gleichen geschmückten Haus mit 24 Fenstern praktiziert, geht es in der Gemeinde Kasseedorf gleich in zwei Dörfern „rund“.

In Sagau geht es zwischen dem 1. und 24. Dezember von einem Nachbarn zum nächsten. Nur an vier Tagen steht noch keine Adresse auf dem Terminplan, den Andrea Schünemann und Jens Hasse zusammengestellt haben, um das „ganze Dorf zur Begegnung in Bewegung“ zu bringen, wie es in der Einladung an alle Haushalte heißt. Erstmals trafen sich die Sagauer im vergangenen Jahr täglich bei einem anderen Nachbarn. Meist den Becher für den Punsch oder ein anderes Heißgetränk aus dem eigenen Schrank dabei. Denn unnötig viel Arbeit soll kein Gastgeber von den Treffen haben. Jeder entscheidet selbst über das Programm. In erster Linie aber soll es eine Gelegenheit sein, „in der rasenmäherfreien Zeit ungezwungen aufeinander zuzugehen.“

In Sagau gibt es wie bei den Adventskalendern mit Schokolade am 24. Dezember eine extra große Tür. Wenn ausreichend Anmeldungen zusammenkommen, ist Heiligabend um 9.30 Uhr ein Weihnachtsfrühstück geplant. Bei wem sich bis dahin die Türen öffnen, verraten die Zahlen am Haus oder im Garten.

In Griebel gibt es zwar 24 Türchen, aber nur 15 öffnen sich im Advent. Dafür geht es bereits am 1. Advent mit einem Adventskaffee los und endet am 9. und 10. Januar mit Glühwein und Tannenbaumbrennen. 38 Familien haben sich in diesem Jahr bei Organisatorin Stefanie Jürgens gemeldet, die den lebendigen Adventskalender 2011 ins Leben gerufen hat. Viele in direkter Nachbarschaft laden die übrigen Dorfbewohner gemeinsam zu Punsch, Schmalzbrot, Kürbissuppe, Grillwurst oder einer „italienischen Weihnacht“ ein. Jürgens hatte die Idee wiederum aus Neversfelde „importiert“. Ihr Vater hatte von dem Adventskalender des örtlichen Verschönerungsvereins berichtet.

Petra Griep hatte im Jahr zuvor eine Tradition aus der echten in die Holsteinische Schweiz geholt und alle im Dorf begeistert. In diesem Jahr liegen ihr erst vier Zusagen vor. Im vergangenen Jahr gab es noch ähnlich viele wie in diesem Jahr Griebel. Petra Griep hofft noch auf verspätete Anmeldungen der Neversfelder speziell für die ersten zwei Dezemberwochen. In Sieversdorf soll es auch wieder einen lebendigen Adventskalender geben, ist Griep zu Ohren gekommen. Ein Trend breitet sich aus.


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erstellt am 28.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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