Malente : Doch keine Preissenkung für Wasser?

Das kostbare Nass wird in Malente wohl nicht mehr billiger. Das hatte sich die Politik anders vorgestellt.
Das kostbare Nass wird in Malente wohl nicht mehr billiger. Das hatte sich die Politik anders vorgestellt.

Die Gemeindewerke Malente machen keine Hoffnung auf eine Preissenkung, die eigentlich für 2020 erfolgen soll.

shz.de von
09. November 2018, 14:51 Uhr

Muss die Gemeindevertretung ihr Versprechen einkassieren, den Wasserpreis 2020 wieder zu senken? Zwar bleiben die Gebühren 2019 stabil, wie Gemeindewerkechef Mario Lüdemann am Donnerstagabend bei der Sitzung des Werkausschusses im Wasserwerk Benz erklärte. Doch stellte er eher keine sinkenden Preise in Aussicht. „Der Preis wird sich auf dem jetzigen Niveau stabilisieren“, erklärte Lüdemann auf Nachfrage von Dagmar Nöh-Schüren (Bürger-innen für Malente).

Zur Erinnerung: Der damalige und heutige CDU-Fraktionschef Uwe Potz hatte Ende 2017 in der Gemeindevertretung betont, dass die beschlossene Preiserhöhung nicht von Dauer sein solle. Vielmehr legte er ausdrücklichen Wert darauf, diese auf zwei Jahre – also bis Ende 2019 – zu begrenzen. Daraufhin stimmten die Gemeindevertreter zähneknirschend einer Erhöhung des Kubikmeterpreises zu. Statt 1,67 Euro sind seit Beginn dieses Jahres 1,80 Euro pro Kubikmeter zu entrichten.

Grund für die Preissteigerung war eine überraschende Nachforderung für Ingenieursdienstleistungen für die Sanierung des Wasserwerks Benz. Es wurde Lüdemanns Vorgänger angelastet, dass die Nachforderung in der Kalkulation nicht berücksichtigt war. Die Rede war damals von rund 350 000 Euro.

Erhebliche Kritik gab es außerdem am 2017 eingeführten Gebührenmodell mit einer gestaffelten Grundgebühr. „Es ist für viele unverständlich, dass der letzte von 101 Kubikmetern 50 Euro kostet“, gab der Benzer Dorfvorsteher Fritz Kamkalow an ihn herangetragene Kritik wieder. Das sei nicht vermittelbar. Kamkalow erinnerte an die Bürgernähe, mit der die Gemeindewerke bei der Einführung der Strom- und Gasvermarktung geworben hätten. Diese sollten sie nun auch bei der Gestaltung des Wasserpreises walten lassen und das Gebührenmodell überdenken.

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