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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 05:55 Uhr

Dobrindt erfreut – Bauern enttäuscht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bundesverkehrsminister befürwortet eine neue Bahntrasse durch Ostholstein

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2014 | 15:12 Uhr

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Pläne der Landesregierung zur Anbindung des Bahnnetzes an den künftigen Fehmarnbelt-Tunnel gelobt. Er hoffe „sehr, dass die vorgeschlagene Trasse auch Eingang
ins Planfeststellungsverfahren findet“, sagte er unserer Zeitung beim Parlamentarischen Abend der norddeutschen Länder in Berlin.

Dort ging es am Dienstag um das Thema Schienenverkehr. Die Kieler Pläne sehen vor, dass der Güterverkehr nach Fertigstellung des Tunnels auf einer Trasse an der A 1 durch Ostholstein rollen soll. „Die neue Streckenvariante bietet echte Chancen für die Tourismusgebiete an der Ostseeküste, weil sie vom Schienenlärm entlastet werden“, erklärte Dobrindt.

Dieses Resultat des Kieler Raumordnungsverfahrens steht heute im Blickpunkt des Dialogforums Feste Fehmarnbelt-Querung. Diese Gesprächsrunde aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie von Befürwortern und Gegnern des Verkehrsprojektes tagt ab 17 Uhr im Gewerbezentrum Oldenburg.

Enttäuscht reagierte der Kreisbauernverband Ostholstein-Lübeck. „Wir sehen Landwirtschaft und Natur als Verlierer des Trassenvorschlages“, sagte der Vorsitzende Klaus-Dieter Blanck. Die Neubaustrecke zerschneide landwirtschaftliche Flächen, lege viele Querungen still und führe damit zu Umwegen, ganz zu schweigen vom Landverlust für den Trassenbau und Ausgleichsmaßnahmen. Blanck: „Der Bauernverband fordert geeignete Maßnahmen, um diese Schäden für die Agrarstruktur abzumildern.“

Grundsätzlich lehnt die Allianz gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung eine Güterzugtrasse durch Ostholstein ab: „Ob durch die Badeorte oder in der Nähe der Gemeinden – westlich der A 1 wird es zu Vernichtung und Zerschneidung von wertvollen Acker- und Waldflächen kommen, werden große
Lärmimmissionen entstehen und die Lebensqualität vieler Menschen wird stark beeinträchtigt.“ Wirtschaftlich sei das jetzt schätzungsweise 12 Milliarden Euro teure Verkehrsprojekt sinnlos, da hier bisher pro Tag weniger als 6000 Fahrzeuge unterwegs seien. Die Allianz fordert eine sofortige Neuberechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses.







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